35 Kfz-Azubis in Greifswald erfolgreich zu Gesellen freigesprochen
Im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald fand kürzlich eine feierliche Gesellenfreisprechung statt, bei der 35 Auszubildende des Kfz-Gewerbes zu Junggesellen ernannt wurden. Kreishandwerksmeister Mario Schmidt sprach die magische Formel: „Kraft meines Amtes spreche ich euch frei, ein jeder jetzt Geselle sei“. Von insgesamt 36 Prüfungsteilnehmern schafften 35 diesen wichtigen Schritt, womit sie nun offiziell als Fachkräfte gelten.
Erik Voß: Bester Absolvent mit familiärer Motivation
Der 23-jährige Erik Voß ragte als bester Absolvent hervor und schloss seine Ausbildung mit dem Prädikat „sehr gut“ ab. Er zog für das Studium seiner Freundin nach Greifswald und entschied sich für den Beruf des Kfz-Mechatronikers, um anderen zu helfen. „Grundsätzlich dachte ich mir, dass man als Kfz-Mechatroniker Leuten helfen kann, gerade familiär. Jeder hat irgendwo ein Auto stehen, was auch ein bisschen Liebe braucht“, erklärt Voß. Seine Leidenschaft für Autos, insbesondere für Audi, ist tief in der Familie verwurzelt, da bereits seine Mutter mit einem Audi 80 begann.
Herausforderungen im Beruf und während der Ausbildung
Voß betont jedoch, dass der Beruf nicht ohne Tücken ist. „Schwer sind auf jeden Fall die Fehlerdiagnosen an sich. Es ist schwierig immer genau das Richtige zu finden, aber mit genügend Vorbereitung und auch durch das Team schafft man das dann auch“, sagt er. Auch die Ausbildung erfordert Durchhaltevermögen: „Einfach machen. Man muss die Zähne zusammenbeißen, es kann ein bisschen hart werden, aber es ist im Ganzen eine Top-Ausbildung“. Er absolvierte seine Lehre bei Autoservice Peters in Greifswald und ist nun Bester seines Jahrgangs in der Kfz-Innung Nordost MV.
Erfolgreiche Prüflinge aus ganz Vorpommern-Greifswald
Neben Erik Voß erhielten zehn weitere Auszubildende das Prädikat „gut“, wobei sie teilweise nur einen Punkt hinter dem Spitzenreiter lagen. Zu den erfolgreichen Prüflingen zählen:
- Hugo Dinse aus Anklam
- Toby Hacker aus Jarmen
- Jaison Müller-Herzig aus Wolgast
- Paul Bobe aus Grimmen
Sie alle stammen aus Betrieben in der gesamten Region Vorpommern-Greifswald. Als Symbol für ihren Erfolg erhielten die Junggesellen neben dem Zeugnis eine Radkappe, angelehnt an die Meisterschale.
Ratschläge von Meistern und einem Box-Weltmeister
Marcus Mischke, Obermeister der Kfz-Innung Nordost MV, hob die Bedeutung des Gesellenbriefs hervor: „Der Gesellenbrief, ein Dokument mit langer Tradition, ist nicht nur Grundlage für ihr Arbeitsverhältnis, er ist auch Voraussetzung für die Meisterausbildung“. Er zitierte den Industriellen Henry Ford als Denkanstoß: „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist“.
Box-Weltmeister Sebastian Sylvester, der selbst eine Lehre auf dem Bau absolvierte, gab einen sportlichen Ratschlag: „Niemals aufgeben! Immer fleißig üben und trainieren! Immer versuchen, besser zu sein, als die anderen! Dann schafft man es nach ganz oben. Im Sport wie im Beruf. Dann wird man Meister. Handwerksmeister oder Weltmeister“. Seine Worte unterstreichen die Parallelen zwischen sportlichem Ehrgeiz und beruflichem Erfolg.



