In der Leipziger Innenstadt hat sich am Montagnachmittag ein schwerer Vorfall ereignet: Ein VW-SUV fuhr vom Augustusplatz über die Grimmaische Straße durch die Fußgängerzone in Richtung Markt. Nach Angaben von Oberbürgermeister Burkhard Jung kamen dabei zwei Menschen ums Leben. Der Fahrer wurde festgenommen, eine Gefahr geht von ihm nicht mehr aus. Das Motiv der Tat ist noch unklar.
Zwei Tote und mehrere Verletzte
Neben den beiden Todesopfern gibt es mindestens zwei Schwerverletzte, die in Krankenhäuser gebracht wurden. Insgesamt sind rund 20 weitere Personen betroffen; der genaue Grad ihrer Verletzungen war zunächst nicht bekannt. Augenzeugen berichteten, dass mehrere Menschen vor Ort mit Tüchern abgedeckt wurden und dass Reanimationsmaßnahmen durchgeführt werden mussten. Die Behörden lösten einen MANV-Alarm (Massenanfall von Verletzten) aus.
Großeinsatz der Rettungskräfte
Weite Teile der Innenstadt wurden abgesperrt. Am Augustusplatz landete kurz nach dem Vorfall ein Rettungshubschrauber, ein weiterer aus Halle wurde angefordert. Die Feuerwehr setzte zudem Drohnen ein. Zur Koordinierung des Großeinsatzes wurden zwei Bereitstellungsräume eingerichtet: am Leipziger Hauptbahnhof und am Johannesplatz. Im Gewandhaus am Augustusplatz wurde eine psychologische Betreuungsstelle für Betroffene eingerichtet.
Hergang und Augenzeugenberichte
Das Auto fuhr vom Augustusplatz in die für Fahrzeuge gesperrte Grimmaische Straße und legte rund 500 Meter bis zum Markt zurück. Dort wurde der Wagen gestoppt und der Fahrer festgenommen. Augenzeugen berichteten, dass sich ein Mädchen an der Motorhaube des demolierten Fahrzeugs festgekrallt habe; dies ist jedoch nicht bestätigt. Die Polizei ermittelt zum Motiv des Täters.



