Wertvolle Unterstützung für das Technische Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern
Das Phantechnikum in der Hansestadt Wismar hat in dieser Woche eine bedeutende finanzielle Unterstützung erhalten. Kulturministerin Bettina Martin überreichte dem Technischen Landesmuseum MV einen Förderbescheid in Höhe von 410.000 Euro. Mit diesen Mitteln soll die technikgeschichtliche Sammlung des Landes gepflegt und weiter ausgebaut werden.
Landesgeschichte der Technologie im Fokus
Bei ihrem Besuch betonte Ministerin Martin die historische Bedeutung Mecklenburg-Vorpommerns für die Technologiegeschichte. „Viele begnadete Erfinderinnen und Erfinder wie der in Anklam geborene Flugpionier Otto Lilienthal stammen von hier“, erklärte sie. „Im Phantechnikum können Besucher die großen Erfindergeister unserer Landesgeschichte kennenlernen und ihre Entwicklungen hautnah erleben.“
Das Museum, das 2012 in einem ehemaligen Kasernengebäude eröffnet wurde, verzeichnet seit Jahren steigende Besucherzahlen und hat sich insbesondere in der Bildungsarbeit etabliert. Die Sammlung umfasst rund 6500 Objekte mit einem Schwerpunkt auf der Technikgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Ein besonderer Sammlungsschwerpunkt liegt auf der Luftfahrtgeschichte der Region.
Wechselnde Sonderausstellungen und innovative Projekte
Neben der Dauerausstellung präsentiert das Phantechnikum regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen. Noch bis zum 12. April 2026 ist eine Ausstellung zur Zukunft der Energieversorgung zu sehen, die mit Exponaten direkt aus der Forschung Lösungen für die Energiewende vermittelt. Interaktive Stationen ermöglichen Besuchern, mehr über aktuelle Forschungsprojekte zu erfahren.
Ein erster Vorgeschmack auf die nächste große Sonderausstellung gab es bereits Ende Januar, als der Hightech-Truck „Spacebuzz One“ auf dem Museumsgelände Station machte. In dem raketenförmigen Lkw konnten Besucher mittels VR-Technologie einen Flug ins Weltall erleben.
Weltraumforschung im Alltag erleben
Ab dem 8. Mai 2026 zeigt das Museum die Sonderausstellung „INNOspaceEXPO – All.Täglich“. Diese Ausstellung demonstriert, wie Innovationen aus der Weltraumforschung den Alltag in Bereichen wie Medizin, Transportwesen und Energiegewinnung revolutionieren. Viele technologische Durchbrüche, von denen Menschen auf der Erde profitieren, haben ihren Ursprung in der Raumfahrtforschung.
Im Rahmen dieser Ausstellung könnte sogar einer der Protagonisten des VR-Erlebnisses persönlich vor Ort sein. Wie Museumsmitarbeiterin Carola Ferch im Januar verriet, werde möglicherweise Astronaut Alexander Gerst anlässlich der Ausstellungseröffnung ins Phantechnikum kommen. „Wir hoffen darauf und sind schon alle ganz gespannt“, sagte sie.
Die Hansestadt Wismar ist Gesellschafter des Museums, das sich zu einem wichtigen kulturellen und bildungspolitischen Zentrum in der Region entwickelt hat. Die nun gewährte Förderung unterstreicht die Bedeutung des Phantechnikums für die Bewahrung und Vermittlung der technikgeschichtlichen Identität Mecklenburg-Vorpommerns.



