Android bekommt neues Sharing-Tool: Tap to Share könnte AirDrop-Konkurrenz werden
Bei Android deutet sich eine innovative neue Funktion an, die das Teilen von Dateien zwischen Smartphones deutlich vereinfachen könnte. Erste Hinweise im System und bei Samsung zeigen, wohin die technologische Reise gehen wird.
Google entwickelt neue Teilen-Funktion
Google tüftelt offenbar intensiv an einer neuartigen Funktion fürs Teilen unter Android. Künftig könnte es ausreichen, zwei Smartphones einfach aneinanderzuhalten, damit Dateien direkt den Besitzer wechseln. Besonders spannend ist dabei: Nach bisherigem Stand wirkt das Ganze nicht wie ein exklusives Extra für nur eine bestimmte Modellreihe. Stattdessen sprechen die zahlreichen Hinweise eher dafür, dass die Lösung breit im gesamten Android-System implementiert werden soll.
Erste Spuren bereits seit 2025
Die ersten konkreten Hinweise hatte Android Authority schon im September 2025 entdeckt. Damals ging es speziell um Samsungs One UI 8.5. Dort fanden sich in der Testumgebung „Labs“ deutliche Anzeichen für eine Übertragung per NFC-Technologie. Zu sehen waren auch detaillierte Animationen, bei denen zwei Geräte dicht aneinandergehalten werden. Zunächst sah das eher nach einem isolierten Versuch nur von Samsung aus. Danach gab es rund um das Thema erst einmal keine neuen größeren Signale für einige Zeit.
Klare Namensnennung in aktuellen Systemen
Inzwischen gibt es jedoch frische Spuren aus der neueren One UI 9-Version. Dort wird die Funktion unter dem eindeutigen Namen „Tap to Share“ geführt. Auch die Beschreibung ist unmissverständlich formuliert: „Halte einfach die Oberseite deines Handys nahe an das Gerät, und die Dateien werden gesendet.“ Gleichzeitig taucht in Android 17 mehrfach ein systemnaher Dienst namens „TapToShare“ auf. Der entsprechende Eintrag sitzt offenbar tief im Systemkern und steht wohl in direkter Verbindung mit den Google Play Services. Dazu kommen zusätzliche Hinweise auf spezielle Dialoge und Statusmeldungen rund um den gesamten Transferprozess.
Voraussichtlicher Start mit Android 17
Wie die praktische Anwendung im Alltag aussehen könnte, ist leicht vorstellbar: Zwei Smartphones werden einfach aneinandergehalten, anschließend beginnt der Datentransfer nahezu automatisch. Gemeint sind dabei nicht nur Kontaktinformationen, sondern auch verschiedene Dateitypen. Einen konkreten Veröffentlichungstermin nennt bisher noch niemand offiziell. Weil die Hinweise aber sowohl in One UI 9 als auch in Android 17 auftauchen, wirkt ein Start mit der fertigen Android-17-Version besonders naheliegend. Möglich bleibt ebenso, dass Samsung zuerst die Funktion einführt und andere Android-Marken erst etwas später folgen werden.



