Abkochgebot aufgehoben: Trinkwasser in Ueckermünde und Umgebung wieder keimfrei
Abkochgebot aufgehoben: Trinkwasser wieder keimfrei

Abkochgebot für Ueckermünde und Umgebung endgültig aufgehoben

Die rund 14.000 betroffenen Einwohner in Ueckermünde, Eggesin, Liepgarten, Hoppenwalde und Torgelow Holländerei können wieder aufatmen. Das Gesundheitsamt des Landkreises Vorpommern-Greifswald hat das seit Montag geltende Abkochgebot für das Trinkwasser offiziell aufgehoben. Nach intensiven Untersuchungen und zahlreichen Probenentnahmen konnte keine Verunreinigung mehr nachgewiesen werden.

Umfangreiche Laboranalysen geben Entwarnung

In den vergangenen Tagen liefen die Untersuchungen zur festgestellten Verunreinigung des Trinkwassers im Bereich Liepgarten auf Hochtouren. Das zuständige Labor IUL, das regelmäßig die Proben im Trinkwassernetz der GKU-Betriebsstelle Eggesin untersucht, zog Proben an insgesamt 13 verschiedenen Messstellen. Diese umfassten die Brunnen in Altwarp, den Ein- und Ausgang des Wasserwerks Eggesin, die Wasserspeicher sowie weitere Messpunkte im gesamten Trinkwassernetz.

Die mikrobiologische Analyse sämtlicher Wasserproben ergab den Wert null für alle untersuchten Parameter. Es wurden weder Coliforme Keime noch Enterokokken nachgewiesen, wie Ronny Stieber, Geschäftsführer der Gesellschaft für kommunale Umweltdienste (GKU), mitteilte. Diese Ergebnisse bildeten die Grundlage für die behördliche Aufhebung des Abkochgebotes.

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Ursache der Verunreinigung bleibt unklar

Trotz der umfassenden Untersuchungen konnte die Ursache für die vorübergehende Verunreinigung nicht ermittelt werden. Die GKU-Mitarbeiter haben intensiv nach möglichen Quellen gesucht, jedoch keine konkreten Hinweise gefunden. „Ich kann keine Ursache benennen“, räumte Geschäftsführer Stieber ein. Es gebe weder einen Rohrbruch noch Tierkadaver im Trinkwassernetz, die als Verursacher in Frage kämen.

Um absolute Gewissheit über die dauerhafte Wasserqualität zu erlangen, kündigte Stieber an, dass in den kommenden drei Wochen weitere Proben genommen werden. Diese zusätzlichen Kontrollen sollen sicherstellen, dass das Trinkwasser langfristig keimfrei bleibt und keine erneute Verunreinigung auftritt.

Rückblick auf die Vorsichtsmaßnahmen

Das Abkochgebot war am Montag verhängt worden, nachdem bei Routineuntersuchungen Keime und Enterokokken im Trinkwassernetz von Liepgarten festgestellt worden waren. Die betroffenen Haushalte wurden angewiesen, ihr Leitungswasser vor dem Verzehr mindestens drei Minuten lang abzukochen, um mögliche Gesundheitsrisiken auszuschließen. Diese Vorsichtsmaßnahme galt für alle Verwendungszwecke, bei denen Wasser in den Körper gelangen könnte, also auch zum Zähneputzen oder zur Zubereitung von Speisen.

Die schnelle Reaktion der Behörden und die umfassenden Untersuchungen haben nun zur Entwarnung geführt. Die Bewohner der betroffenen Orte können ihr Trinkwasser wieder uneingeschränkt nutzen, während die Verantwortlichen weiterhin nach der Ursache für die temporäre Verunreinigung suchen.

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