AfD-Vorstandsmitglied Zorn: Gericht vertagt Betrugsverhandlung - Zeugen sollen gehört werden
AfD-Vorstandsmitglied: Gericht vertagt Betrugsverhandlung

Betrugsverfahren gegen AfD-Politiker Zorn: Gericht vertagt Verhandlung für Zeugenanhörung

Das Amtsgericht Stralsund hat am Dienstag die Gerichtsverhandlung gegen Christian Zorn, Mitglied des AfD-Landesvorstandes in Mecklenburg-Vorpommern und Landtagskandidat, vertagt. Die Verhandlung wurde auf den 21. April verschoben, um zwei vom Angeklagten benannte Entlastungszeugen anzuhören. Dies teilte ein Gerichtssprecher mit.

Vorwürfe im ersten Betrugsverfahren

Christian Zorn aus Bergen auf Rügen steht im Verdacht, einen Kunden beim Autokauf betrogen zu haben. Laut Staatsanwaltschaft soll der Kfz-Mechaniker im Juni 2023 von einem Kunden 6000 Euro Vorkasse für eine Autoreparatur angenommen haben. Anschließend habe er weder die Reparatur durchgeführt noch das Geld zurückgezahlt. Die nun geplante Zeugenanhörung soll weitere Aufklärung bringen.

Zweites Betrugsverfahren anhängig

Ein weiteres Verfahren gegen den AfD-Politiker ist derzeit anhängig. Auch hier geht es um Betrugsvorwürfe. Laut Gerichtssprecher soll Zorn im November 2025 in Bergen auf Rügen ein mangelhaftes Fahrzeug für 6000 Euro verkauft haben. Nach Beanstandungen des Käufers habe er das Auto zur Reparatur zurückgenommen, doch der Käufer habe weder das reparierte Fahrzeug noch den Kaufpreis zurückerhalten. Stattdessen behauptete Zorn, das Auto weiterverkauft zu haben.

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Christian Zorn stellte die Sachlage gegenüber dem Nordkurier anders dar. Er erklärte, es handele sich um ein Zug-um-Zug-Geschäft, das inzwischen abgeschlossen sei. Die 6000 Euro seien beglichen worden.

Politische Konsequenzen und Landtagswahl

Christian Zorn steht auf Listenplatz 18 der AfD-Landesliste für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern im Herbst. Seine Direktkandidatur im Wahlkreis Vorpommern-Rügen hat er bereits zurückgezogen. Die laufenden Gerichtsverfahren könnten somit Auswirkungen auf seine politische Karriere haben.

Die Vertagung der Verhandlung zeigt, dass das Gericht gründlich ermitteln will, bevor ein Urteil gefällt wird. Die Anhörung der beiden Entlastungszeugen soll zusätzliche Perspektiven in den Fall bringen. Die Öffentlichkeit und politischen Beobachter verfolgen die Entwicklung mit Spannung, da sie nicht nur rechtliche, sondern auch politische Implikationen haben könnte.

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