Bahnverkehr in Waren (Müritz) für Wochen gesperrt: Sprengung der B192-Brücke wirft Fragen auf
Bahnverkehr in Waren für Wochen gesperrt: Brückensprengung

Knifflige Baustelle in Waren: Bahnverkehr wird für mehrere Wochen eingestellt

Während oben auf dem Schweriner Damm gebaut beziehungsweise abgerissen wird, fahren unten die Züge. Sobald der Abbruch der Brücke „Süd“ ansteht, muss der Bahnverkehr in Waren aber wieder für mehrere Wochen ruhen. Die zweite Brücke auf der B192 in Waren soll gesprengt werden, was erhebliche Auswirkungen auf den regionalen Verkehr hat.

Verzögerungen bei Bahnsanierung werfen Schatten auf Brückenbau

Sind aufgrund der Verzögerungen bei der Sanierung der Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg Auswirkungen auf den Brückenbau in Waren (Müritz) zu befürchten? Immerhin sind die Bauarbeiten auf der B192 über den Gleisen in Waren auch von Sperrzeiten bei der Bahn abhängig – und zwar spätestens dann, wenn in diesem Jahr der Abriss der Brücke „Süd“ erfolgen soll. Die Deutsche Bahn hat kürzlich angekündigt, dass sich der ursprünglich für den 30. April geplante Abschluss der Bauarbeiten zwischen Berlin und Hamburg auf unbestimmte Zeit verschieben werde.

Umleitungen im Regionalverkehr belasten Pendler

Jedoch werden aktuell wegen der Generalsanierung zwischen Berlin und Hamburg Züge im Regionalverkehr teilsweise über Waren umgeleitet. So pendelt aus Schwerin mehrmals täglich der RE85 über Waren nach Berlin, allerdings ohne Halt an der Müritz. Falls parallel dann auch noch die Bahnstrecke Berlin-Rostock aufgrund des Brückenbaus in Waren gesperrt wird, wäre das wohl der Supergau für Pendler und Reisende im Westen und in der Mitte von Mecklenburg-Vorpommern.

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Sprengung für Mitte Oktober vorgesehen – Zeitplan unter Druck

Bis jetzt geht das Straßenbauamt Neustrelitz aber davon aus, dass der Zeitplan nicht in Gefahr ist. Demnach soll die Sprengung der Brücke „Süd“ auf der B192 in Waren Mitte Oktober dieses Jahres erfolgen, hieß es bei der Vorstellung des diesjährigen Bauprogramms des Straßenbauamtes. Man gehe davon aus, dass bis dahin die Bahn mit ihren Bauarbeiten auf anderen Strecken fertig sein wird. Wie schon bei der Brücke „Nord“ ist für die Sprengung und den Abbruch eine mehrwöchige Bahnsperrung nötig.

Auswirkungen auf verschiedene Verkehrsteilnehmer

Autofahrer, Fußgänger und Radler müssen hingegen nur mit einer mehrstündigen Sperrung am Tag der Sprengung rechnen. Dies stellt im Vergleich zur langfristigen Bahnsperrung eine geringere Belastung dar. Dennoch bleibt die Situation für alle Beteiligten angespannt, insbesondere angesichts der unklaren Zeitpläne der Deutschen Bahn.

Fazit: Die bevorstehende Sprengung der Brücke „Süd“ in Waren wird den Bahnverkehr für mehrere Wochen lahmlegen, während Straßenverkehr nur kurzzeitig betroffen ist. Pendler müssen sich auf erhebliche Umleitungen und Unannehmlichkeiten einstellen, besonders wenn sich die Verzögerungen bei der Bahnsanierung weiter hinziehen. Die Koordination zwischen Straßen- und Bahnbau bleibt eine knifflige Herausforderung für die Region.

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