Benzinkrise auf Usedom spitzt sich zu
Die Stadtpräsidentin von Swinemünde, Joanna Agatowska, hat am Montag auf Social Media über die zunehmenden Herausforderungen auf dem lokalen Kraftstoffmarkt informiert. Da die Kraftstoffpreise in Deutschland rasant steigen, reisen immer mehr deutsche Autofahrer in die polnischen Grenzstädte, um dort ihre Fahrzeuge günstiger zu betanken. Die geografische Lage Swinemündes auf der beliebten Ostsee-Insel Usedom, direkt neben dem deutschen Nachbarn Ahlbeck, verschärft das Problem zusätzlich.
Versorgungsengpässe am Wochenende
Am vergangenen Sonntag stellten sogar einige Tankstellen in der Stadt den Verkauf vorübergehend ein. Die Gründe dafür lagen teils in Lieferschwierigkeiten und teils in der erhöhten Nachfrage. Besonders an den Wochenenden steigt der Verkehr an den Tankstellen stark an. Joanna Agatowska erklärte, dass ein Großteil der Kunden aus Deutschland kommt, da der Preisunterschied zwischen den beiden Ländern erheblich ist. Der Liter Super plus kostet je nach Wechselkurs in Swinemünde bis zu 1,65 Euro, in Usedom 2,259 Euro.
Maßnahmen zum Schutz der lokalen Versorgung
Um die Versorgungssicherheit für die Einwohner von Swinemünde zu gewährleisten, will Joanna Agatowska die Eigentümer der Tankstellen dazu auffordern, den Verkauf von Kraftstoff für Kanister zu beschränken. Sie legt besonderen Wert darauf, dass die Bewohner und städtischen Dienste, die täglich wichtige Aufgaben erfüllen, ununterbrochen mit Kraftstoff versorgt werden können. Zudem kündigte sie an, die grenzüberschreitenden Dienste darum zu bitten, die bestehenden Vorschriften zum Transport von Kraftstoff von Polen nach Deutschland strikt einzuhalten.
Zukunftsperspektiven: Eine kommunale Tankstelle
Abschließend wies Joanna Agatowska in ihrem Beitrag darauf hin, dass die Stadtverwaltung die Schaffung einer kommunalen Tankstelle plant. „Wie Sie sehen, ist es sehr notwendig“, betonte sie die Dringlichkeit der Pläne. Die Stadtregierung arbeitet intensiv daran, die erforderlichen Voraussetzungen für den Bau einer solchen Station zu schaffen, um die Versorgungssicherheit der Einwohner langfristig zu gewährleisten. Die aktuelle Situation stellt bereits eine Form der Treibstoffkrise dar und könnte sich in den kommenden Tagen noch verschärfen.



