Erneut alkoholisierter Busfahrer im Schienenersatzverkehr in Hagenow gestoppt
Busfahrer mit 1,6 Promille in Hagenow gestoppt

Erneuter Alkoholvorfall im Schienenersatzverkehr von Mecklenburg-Vorpommern

Die Polizei in Hagenow hat am Dienstag einen betrunkenen Busfahrer aus dem Verkehr gezogen, der im Schienenersatzverkehr unterwegs war. Bei dem 60-jährigen bulgarischen Fahrer ergab ein Atemalkoholtest einen Wert von über 1,6 Promille. Dies ist der jüngste Vorfall in einer Reihe von Alkoholdelikten, die den Schienenersatzverkehr in der Region seit Beginn der Bauarbeiten an der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin plagen.

Polizeieinsatz nach Hinweis eines Autofahrers

Der alkoholisierte Busfahrer fiel in der Feldstraße von Hagenow auf, als er mit seinem Fahrzeug an einer Ampelkreuzung gleich zwei Fahrspuren blockierte. Ein aufmerksamer Autofahrer beobachtete die Situation, verständigte umgehend die Polizei und folgte dem Bus bis zum Busbahnhof in der Parkstraße. Dort konnten die herbeigerufenen Beamten den Fahrer stellen und den Alkoholtest durchführen.

Nach dem positiven Atemtest ordneten die Polizisten eine Blutprobenentnahme im Krankenhaus an. Dem 60-Jährigen wurde umgehend die Weiterfahrt untersagt. Die Fahrgäste des betroffenen Busses mussten in andere Fahrzeuge umsteigen, um ihre Reise fortsetzen zu können. Später übernahm ein Ersatzfahrer das gestoppte Fahrzeug und erhielt die entsprechenden Schlüssel.

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Ermittlungen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs

Gegen den alkoholisierten Busfahrer wird nun wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs sowie der Nötigung ermittelt. Die Polizei bestätigte, dass es sich bei diesem Vorfall nicht um den ersten Fall von Trunkenheit am Steuer im Schienenersatzverkehr handelt. Seit Beginn der Generalsanierung der Bahnstrecke im September 2025 gab es bereits mehrere Meldungen über betrunkene Busfahrer und spektakuläre Unfälle.

Verzögerungen und angespannte Situation bei den Verkehrsbetrieben

Parallel zu diesem Alkoholvorfall erhielten die ohnehin schon gestressten Pendler am Dienstag eine weitere Hiobsbotschaft: Die Fertigstellung der generalsanierten Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin verzögert sich um viele Wochen. Erst im Juni sollen Pendler wieder regulär mit dem Zug zu ihren Arbeits- oder Wohnorten fahren können.

Einen Großteil des Schienenersatzverkehrs übernimmt das Unternehmen Ecovista. Ob der nun aufgefallene betrunkene Busfahrer zu diesem Unternehmen gehört, konnte ein Polizeisprecher auf Nachfrage nicht mit Sicherheit sagen. Die Situation zwischen der Deutschen Bahn und Ecovista gilt als angespannt, was in letzter Zeit mehrere Gründe hatte.

Dieser erneute Vorfall unterstreicht die anhaltenden Probleme im Schienenersatzverkehr von Mecklenburg-Vorpommern, wo Alkoholdelikte von Busfahrern zu einem wiederkehrenden Thema geworden sind und die Sicherheit der Fahrgäste in Frage stellen.

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