Neubrandenburgs Diskothek Colosseum: Neustart nach Insolvenz mit neuen Betreibern
Colosseum Neubrandenburg: Neustart nach Insolvenzverfahren

Neubrandenburgs Diskothek Colosseum: Neustart nach Insolvenz mit neuen Betreibern

In der Neubrandenburger Diskothek Colosseum zeichnet sich nach einer wochenlangen Zwangspause ein Neuanfang ab. Zum Osterfest sind bereits erste Veranstaltungen geplant, während im Hintergrund ein Insolvenzverfahren gegen die ehemalige Betreiberfirma läuft und eine neue Gesellschaft die Geschicke übernimmt.

Insolvenzverfahren mit Masseunzulänglichkeit

Das Amtsgericht Neubrandenburg hatte im Februar ein Insolvenzverfahren gegen die Firma E.P.M. Event eröffnet, die bis vor kurzem den Betrieb des Colosseums verantwortete. Der bestellte Insolvenzverwalter Justus Schneidewind meldete mittlerweile eine sogenannte Masseunzulänglichkeit. Dies bedeutet, dass zwar die Finanzierung des Verfahrens gesichert ist, das verbleibende Vermögen der Firma jedoch nicht ausreicht, um alle Gläubigerforderungen vollständig zu begleichen.

Laut juristischen Erläuterungen führt dieser Umstand typischerweise zu erheblichen Kürzungen bei den Auszahlungen an die Gläubiger. Der Insolvenzverwalter selbst hat auf Anfragen des Nordkuriers bisher nicht reagiert.

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Neue Betreiberfirma und Veranstaltungsplanung

Parallel zum laufenden Insolvenzverfahren gibt es bereits konkrete Schritte für die Zukunft des Colosseums. Eine neue Betreiberfirma mit dem Namen ET-EVENT wurde offenbar gegründet, um den Diskothekenbetrieb fortzuführen. Veranstaltungsleiter Norbert Lüder hatte diesen Wechsel bereits vor einigen Wochen angekündigt und betont, dass der Betrieb weitergehen soll.

Erste Veranstaltungen sind bereits in Planung:

  • Zu Ostern sind eine 90er- und eine 2000er-Party vorgesehen
  • Am 5. April findet eine Auftaktveranstaltung statt
  • Am 8. Mai ist eine Inklusions-Party geplant

Norbert Lüder war in den vergangenen Tagen telefonisch für Nachfragen nicht erreichbar, doch der Veranstaltungskalender auf der Internetseite der Diskothek bestätigt die geplanten Termine.

Herausforderungen und Zukunftskonzept

Als Grund für das Insolvenzverfahren nannte Lüder rückläufige Besucherzahlen. „Wir sind ein großes Haus und haben dadurch auch große Kosten pro Veranstaltung“, erklärte der Veranstaltungsleiter. Eine Großraum-Diskothek wie das Colosseum sei darauf angewiesen, gut besucht zu sein. „Wenn eine Großraum-Diskothek nur halb gefüllt ist, dann gibt es eine Abwärtsspirale“, so seine Einschätzung.

Für die Zukunft setzt das Colosseum daher auf ein neues Konzept:

  1. In erster Linie sollen größere Veranstaltungen stattfinden
  2. Pro Veranstaltung müssen mindestens 600 bis 700 Besucher kommen
  3. Damit soll der große Saal regelmäßig gut gefüllt werden

Norbert Lüder zeigte sich zuletzt optimistisch, dass dieser Plan aufgehen wird. Die Diskothek an der Hochstraße in Neubrandenburg steht damit vor einem wichtigen Neuanfang, der zeigen wird, ob das etablierte Lokal in veränderter Form erfolgreich weiterbetrieben werden kann.

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