Dargun: Klosterruine mit bewegter Geschichte lockt als Kulturzentrum in Mecklenburg-Vorpommern
Dargun: Klosterruine als Kulturzentrum in Mecklenburg-Vorpommern

Dargun: Klosterruine mit bewegter Geschichte lockt als Kulturzentrum in Mecklenburg-Vorpommern

Die Klosterstadt Dargun in Mecklenburg-Vorpommern beherbergt eine beeindruckende historische Anlage, deren mächtige Mauern Besucher aus ganz Deutschland anziehen. Das ehemalige Zisterzienserkloster, das nach der Reformation zum Schloss umgebaut wurde, präsentiert sich heute größtenteils als faszinierende Ruine und hat sich zu einem bedeutenden Kulturort entwickelt.

Wechselvolle Geschichte einer imposanten Anlage

Die Kloster- und Schlossanlage Dargun blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Im Jahr 1945 fiel der gesamte Schlosskomplex mit der ehemaligen Klosterkirche Brandstiftern zum Opfer, nachdem die Rote Armee eingezogen war. Glücklicherweise konnte der vollständige Abbruch der Ruinen verhindert werden, obwohl in den 1950er-Jahren wertvolle Steine und Verzierungen gestohlen wurden. Bereits 1979 erfolgte die Eintragung des gesamten Komplexes in die Denkmalliste der DDR.

Seit den 1980er-Jahren engagieren sich Bürger aktiv für den Erhalt der historischen Stätte. 1991 gründete sich ein Förderverein, und mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie weiterer Institutionen konnten die Mauern gesichert und der Mittelrisalit im Westflügel ausgebaut werden. In diesen Räumen finden heute die Stadtinformation, die Stadtbibliothek und das Archiv ihr Zuhause.

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Vom Kloster zum lebendigen Kulturzentrum

Die Klosterstadt Dargun hat sich zu einem vielseitigen Veranstaltungsort entwickelt, der regelmäßig Musikliebhaber und Kulturinteressierte begeistert. Zu den Highlights gehören:

  • Das jährliche Schloss-Spektakel im August auf dem Klosterhof
  • Konzertreihen wie „Stadt.Land.Klassik!“ und der Darguner Musiksommer
  • Auftritte der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern
  • Open-Air-Veranstaltungen im Innenhof der Vierflügelanlage

Die 800 Jahre alten Mauern kommen bei abendlichen Veranstaltungen durch eine spezielle barocke Beleuchtung besonders zur Geltung. Die Klosterkirche St. Marien bietet Platz für etwa 300 Gäste und dient ebenfalls als Konzertlocation.

Museen, Aussichtsturm und regionale Spezialitäten

Auf dem weitläufigen Gelände der Anlage erwarten Besucher zahlreiche Attraktionen:

  1. Das „Uns lütt Museum“ im ehemaligen Herbergsgebäude präsentiert auf liebevolle Weise Heimatgeschichte zum Anfassen und Ausprobieren in 15 Räumen und einem Freigelände.
  2. Der Aussichtsturm ermöglicht mit 92 Stufen einen atemberaubenden Blick über Dargun, den Klostersee und die gesamte Anlage aus 25 Metern Höhe.
  3. Der urige Klosterladen im historischen Speichergebäude bietet regionale Erzeugnisse, Kunsthandwerk und Spezialitäten aus eigener Produktion.

Weitere Einrichtungen umfassen einen Hochzeitspavillon, ein Café, Ausstellungsräume und den sorgfältig gepflegten Schlosspark. Der Kern der Klosterstadt mit seinen dörflichen Straßen wurde im Rahmen der Städtebauförderung seit 1991 gründlich saniert.

Anreise und Besucherinformationen

Die Klosterstadt Dargun ist gut über die Autobahn A20, Abfahrt Tessin, und die Bundesstraße B110 erreichbar. Führungen durch die Kloster- und Schlossanlage können über die Stadtinformation Dargun vereinbart werden. Der Aussichtsturm hat in der Saison an Sonnabenden und Sonntagen zwischen 13.30 Uhr und 16.30 Uhr geöffnet.

Die Adresse lautet: Klosterstadt Dargun, Platz des Friedens 6, 17159 Dargun. Für Besucher, die die Region erkunden möchten, bieten sich auch die nahegelegenen mecklenburgischen Landstädte Teterow und Malchin als lohnende Ausflugsziele an.

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