Dargun sucht neue Mieter für historische Kloster-Schlossanlage: Gastronomie und Veranstaltungen erwünscht
Die Kloster- und Schlossanlage Dargun soll zu einem noch stärkeren Publikumsmagnet werden. Die Stadt wirbt aktiv mit mietbaren Räumen, die vom alten Kornspeicher bis zum 900 Quadratmeter großen Innenhof reichen. Ziel ist es, den historischen Denkmalkomplex lebendiger zu gestalten und den Tourismus in der Region Mecklenburgische Schweiz zu fördern.
Bürgermeisterin setzt auf Belebung der Anlage
Bürgermeisterin Jana Böttcher betont, dass die Anlage wieder mehr belebt werden soll. „Wir wollen die Kloster- und Schlossanlage Dargun noch stärker als touristischen Anziehungspunkt etablieren“, erklärt sie. Besonders die Darguner Bürger wünschen sich vermehrt gastronomische Einrichtungen innerhalb der historischen Mauern. Ein Restaurant in diesem Ambiente steht ganz oben auf der Wunschliste der Stadtverwaltung.
Exposé präsentiert vielfältige Vermietungsmöglichkeiten
In einem elfseitigen Exposé gibt die Stadt Dargun einen detaillierten Überblick über die mietbaren Räumlichkeiten. Folgende Bereiche werden angeboten:
- Das Erdgeschoss des alten Kornspeichers, ideal für Gastronomiekonzepte
- Ein großzügiger Veranstaltungsraum im zweiten Obergeschoss, geeignet für Seminare, Workshops, Feiern und kreative Projekte
- Ein Ausstellungsraum im Mittelrisalit, der für Veranstaltungen, Ausstellungen, Gastronomie oder Ateliers genutzt werden kann
- Weitere Ausstellungsflächen auf zwei Etagen in den Südarkaden, bereits mit Galerieschienen und modernem Beleuchtungssystem ausgestattet
- Der 900 Quadratmeter große Innenhof, der Platz für etwa 800 Sitzplätze plus Bühne bietet
Für den Veranstaltungsraum steht eine voll ausgestattete Küche mit Geschirrspüler, Kühl- und Gefrierschrank sowie einer Zapfanlage zur Verfügung, um die Versorgung von Gästen unkompliziert zu ermöglichen.
Skepsis und Optimismus in der Stadtvertretung
Das Exposé stieß in der Stadtvertretung auf gemischte Reaktionen. Stadtvertreter Tom Knoche äußerte Skepsis: „So richtig ist bei mir der Funke nicht übergesprungen. Der Impuls, da will ich irgendwie ran, der fehlt mir. Vielleicht sollte man da noch etwas nachschärfen.“ Bürgervorsteher Karl-Heinz Graupmann sieht das Papier hingegen als guten Anfang, der weiterentwickelt werden sollte. Er regte an, dass nicht nur die Stadtverwaltung, sondern auch die Fraktionen der Stadtvertretung Ideen einbringen sollten.
Vermarktung und historischer Kontext
Das Vermietungs-Exposé wurde in einem breiten Umfeld verbreitet, darunter beim Tourismusverband, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, den Klosterstätten MV und dem Landesheimatverband. Bürgermeisterin Böttcher betont, dass es sich um ein Arbeitspapier handelt, das erstmals in Dargun erstellt wurde. Die Kloster- und Schlossanlage, oft als berühmteste Ruine der Region bezeichnet, ist bereits heute Schauplatz zahlreicher Veranstaltungen, doch die Stadt strebt eine intensivere Nutzung an.



