Feuerwehr im Dauereinsatz gegen Wassermassen im Nordosten
Die Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern kämpfen seit dem frühen Morgen gegen massive Überschwemmungen, die durch Tauwasser in Kombination mit gefrorenen Böden verursacht werden. Die Einsatzkräfte sind im gesamten Bundesland im Dauereinsatz, um überflutete Straßen zu räumen und das Eindringen von Wasser in Wohnhäuser zu verhindern.
Landkreis Rostock besonders betroffen
Besonders schwer getroffen wurde der Landkreis Rostock, wo die Feuerwehr bis zum Nachmittag bereits mit 76 Fahrzeugen im Einsatz war. Ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte, dass bislang 53 Einsätze registriert wurden, wobei die Zahl kontinuierlich weiter ansteigt. Glücklicherweise sind nach aktuellen Angaben keine Personen zu Schaden gekommen und Evakuierungen waren nicht notwendig. Dennoch bleibt die Situation angespannt, da noch keine Entspannung in Sicht ist.
Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen
Mehrere Straßen mussten aufgrund der Überflutungen vollständig gesperrt werden. Die Landesstraße 182 bei Groß Kussewitz bleibt weiterhin gesperrt, während andere Straßenabschnitte zumindest einseitig befahrbar sind. Im Bereich Neubrandenburg meldet das Polizeipräsidium zahlreiche beeinträchtigte Straßen. Die Polizei warnt ausdrücklich vor Aquaplaning-Gefahr durch unübersichtliche Wasseransammlungen.
- Die Bundesstraße 197 zwischen Glienke und Genzkow ist seit Samstagmittag voll gesperrt, hier pumpt die Feuerwehr weiterhin Wasser ab.
- Die L273 zwischen Wolde und Ivenack ist nur einspurig passierbar.
- Neben Bundes- und Landesstraßen sind auch viele Kreisstraßen betroffen, besonders im Gebiet der Großseenplatte und bei Ribnitz-Damgarten.
Einsätze zur Wasserableitung
In Steffenhagen konnten Feuerwehr und Technisches Hilfswerk durch gezielte Maßnahmen zwei bedrohte Grundstücke vor dem Tauwasser schützen. Vielerorts sind die Einsatzkräfte damit beschäftigt, Wasser abzupumpen und kontrolliert abzuleiten. Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, auf Sperrungen zu achten und den Anweisungen von Feuerwehr und Polizei unbedingt Folge zu leisten.



