Walkendorf nutzt Musterhaus-Programm für Feuerwehr-Umzug nach Walkendorf
Feuerwehr-Umzug: Walkendorf nutzt Musterhaus-Programm

Feuerwehr-Umzug in Walkendorf: Neues Musterhaus kommt nach Walkendorf

Die Gemeinde Walkendorf in der Mecklenburgischen Schweiz hat einen bemerkenswerten Coup gelandet. Sie ist in das 50 Millionen Euro schwere „Musterfeuerwehrhaus-Programm“ des Landes aufgenommen worden und plant, den Standort der Feuerwehr von Dalwitz nach Walkendorf zu verlegen. Dies geschieht, obwohl das aktuelle Gerätehaus in Dalwitz noch voll funktionsfähig ist.

Historischer Brand und neue Perspektiven

Vor über 30 Jahren brannte das Feuerwehrhaus in Dalwitz bis auf die Grundmauern nieder – ein Fall von Brandstiftung, der bis heute unaufgeklärt blieb. 1996 wurde ein neues, modernes Gerätehaus mit zwei Stellplätzen eingeweiht, das seitdem zuverlässig dient. Doch nun steht ein erneuter Wechsel an, da die Gemeinde Walkendorf die Chance des Förderprogramms nutzt.

Gründe für den Umzug nach Walkendorf

Wehrführer Mirko Kahl erklärt die Entscheidung: „Die Jugendabteilung hat kaum Platz, und separate Räume für Männer und Frauen fehlen. Zudem erfordert neue Technik zusätzlichen Stauraum.“ Das Musterfeuerwehrhaus, ein Fertighaus im Wert von über einer Million Euro, soll in Walkendorf errichtet werden, um näher am Einsatzgeschehen zu sein – beispielsweise bei Unfällen auf der Bundesstraße 110.

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Förderung und politischer Besuch

Innenminister Christian Pegel (SPD) überreichte kürzlich eine „Inaussichtstellung zur Förderung der Errichtung eines Feuerwehrgerätehauses“. Bürgermeister Henrik Jager nahm das Dokument mit einem Schmunzeln entgegen, wobei der Besuch im Vorfeld der Landtagswahl auch politische Aspekte hatte. Ein Mitglied der Kinderfeuerwehr überreichte dem Minister ein gemaltes Bild als Zeichen der Wertschätzung.

Unklare Details und Zukunft des alten Hauses

Der genaue Standort in Walkendorf ist noch nicht festgelegt – zwei Grundstücke kommen in Frage, nur eines davon gehört der Gemeinde. Bürgermeister Jager zeigt sich zuversichtlich, dass die Fördergelder tatsächlich fließen werden, zumal die Gemeinde einen Eigenanteil von 600.000 Euro beisteuert. Die Zukunft des intakten Gerätehauses in Dalwitz bleibt ungewiss. „Wollen Sie es kaufen?“, fragt Jager scherzhaft und deutet an, dass noch keine Pläne existieren. Möglicherweise könnte Dalwitz als Beispiel dienen, wie Gemeinden zusätzliche Feuerwehrhäuser beschaffen.

Fazit: Ein strategischer Schritt für die Feuerwehr

Die Gemeinde Walkendorf demonstriert mit diesem Umzug Weitsicht und nutzt staatliche Fördermittel, um die Feuerwehrinfrastruktur zu modernisieren. Trotz der Ungewissheiten markiert dies einen wichtigen Schritt für die Sicherheit in der Region.

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