Tragödie im Tiergehege: Besucher füttern Pferd mit Brot - Tier stirbt qualvoll
Pferd stirbt nach Brotfütterung durch Besucher im Tiergehege

Tragödie im Tiergehege Greppin: Besucher füttern Pferd mit Brot - Tier stirbt qualvoll

Im Tiergehege Greppin in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) hat ein tragischer Vorfall die Mitarbeiter in tiefe Trauer gestürzt. Ein Haflinger-Pferd namens Ben ist qualvoll gestorben, nachdem Besucher das Tier offenbar mit großen Mengen Brot gefüttert hatten - trotz deutlich sichtbarer Verbotsschilder. Der 13-jährige Wallach musste schließlich eingeschläfert werden, nachdem sich sein Zustand rapide verschlechtert hatte.

Verzweifelte Rettungsversuche und qualvoller Tod

Tierpfleger versuchten noch verzweifelt, das Pferd zu retten, doch die Situation eskalierte schnell. Die Gedärme des Tieres waren verknotet, wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtete. Ben konnte sich kaum noch auf den Beinen halten und zeigte extreme Schmerzanzeichen, bevor ein Tierarzt in der vergangenen Woche die Entscheidung zur Einschläferung treffen musste. Besonders bitter: Haflinger erreichen normalerweise ein Alter von etwa 40 Jahren - Ben wurde nur 13 Jahre alt.

Warnungen ignoriert: Brotsäcke vor dem Gehege gefunden

Das Tiergehege Greppin teilte auf seiner Facebook-Seite mit: „Am Tiergehege wurden erneut Säcke voller Brot gefunden. Genau das, wovor wir immer und immer wieder warnen.“ Mitarbeiter betonen, dass Brot und falsches Futter für die Tiere lebensgefährlich sind und zu schweren gesundheitlichen Schäden führen können. Ein verärgerter Tierpfleger äußerte sich deutlich: „Ich weiß nicht, ob die Leute zu blöd sind oder nicht lesen können. Das hat nichts mit Tierliebe zu tun, wenn die Leute unsere Tiere totfüttern.“

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Wiederholtes Problem im Tiergehege

Traurigerweise sind solche Vorfälle im Tiergehege Greppin keine Seltenheit. Immer wieder würden Tiere wegen falscher Fütterung schwer krank werden, allerdings sei Ben der erste in der Anlage gewesen, der an den Folgen starb. Die Tragik wird noch verstärkt durch die Tatsache, dass erst vor Kurzem eine neue Stute für Ben gekauft worden war, damit beide eine kleine Herde gründen konnten - dieser Plan ist nun hinfällig.

Warum Brot für Pferde so gefährlich ist

Tierarzt Siegbert Zertani von der Pferdepraxis Teltow (Brandenburg) erklärt die Gefahren: „Das ist vor allem ein Mengenproblem. Brot oder Brötchen sollten nur ein Leckerli sein. Werden Pferde damit gefüttert, muss es trocken und richtig hart sein. Frisches Brot kann zu einer starken Gasansammlung im Verdauungstrakt führen.“ Wenn sich der Darm aufbläht, kann dies extrem schmerzhaft für das Tier sein. Der Experte betont: „Brot ist kein geeignetes Pferdefutter. Pferde in freier Wildbahn fressen weder Brot noch Hafer. Ihr Hauptfutter ist Gras.“

Appell an alle Besucher

Das Tiergehege richtet einen dringenden Appell an alle Gäste: „Haltet euch an die Regeln. Füttert unsere Tiere nicht eigenmächtig. Wenn ihr gemeinsam mit euren Kindern Tiere füttern möchtet, sprecht uns bitte an.“ Das 1930er Jahre errichtete Gehege beherbergt neben Pferden auch Esel, Ziegen, Schafe, Waschbären und verschiedene Vogelarten - alle benötigen artgerechte Ernährung und Schutz vor falscher Fütterung.

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