Feuerwehrauto und Badeinsel: Skurrile Verkäufe in Mecklenburg-Vorpommern
Feuerwehrauto und Badeinsel: Skurrile Verkäufe in MV

Feuerwehrauto mit Drehleiter findet neuen Besitzer

In Malchin hat ein ausrangiertes Feuerwehrfahrzeug der Marke Iveco Magirus DLK 18-12 nach längerer Suche einen Käufer gefunden. Das Diesel-Fahrzeug, das nach seiner Ausmusterung aus der Feuerwehr noch zwei Jahre lang dem Stadtbauhof bei der Baumpflege diente, wechselte nun für das Anfangsgebot von 5000 Euro den Besitzer. Sven Lange, Chef des Malchiner Stadtbauhofes, berichtet, dass sich zunächst drei Interessenten gemeldet hatten, von denen zwei jedoch wieder abgesprungen seien. Grund dafür war der technische Zustand: Die elektronische Leiterplatte am Arbeitskorb ist durchgebrannt, was den Nutzen erheblich einschränkt. „Der reelle Nutzen ist damit doch recht eingeschränkt. Da muss man erst mal jemanden finden, der das noch repariert“, erklärt Lange. Der Motor sei zwar noch in gutem Zustand, doch das Fahrzeug eigne sich laut Bauhof nur noch als Ersatzteilspender oder für Bastler.

Dargun bietet Schwimmerinsel zum Verkauf an

Wer das Feuerwehrauto verpasst hat, könnte in Dargun fündig werden. Die Stadt am Klostersee plant, ihre Schwimmerinsel aus dem Wasser zu holen und zu veräußern. Die Plattform aus Edelstahl mit Sprungturm und Rutsche ist erst acht Jahre alt und hatte ursprünglich Kosten von rund 120.000 Euro verursacht. Bürgermeisterin Jana Böttcher gibt bekannt: „Die Stadt Dargun beabsichtigt, die Schwimmerinsel zu veräußern.“ Der genaue Verkaufspreis steht noch nicht fest, da neben der Ausschreibung für den Rückbau auch der Wert ermittelt wird. Die Badeinsel stellt ein ungewöhnliches Highlight dar, das sicherlich Aufmerksamkeit bei potenziellen Käufern wecken wird.

Weitere skurrile Angebote in der Region

Die Nachbarstadt Neukalen hatte vor einiger Zeit mit einem Entenhaus vom Rathmannsteich für Schlagzeilen gesorgt. Der Karnevalsverein NCC hatte das Häuschen auf Ebay als „schönes altes Entenhaus“ für 534 Euro angeboten, doch der damalige Bürgermeister Willi Voß stoppte den Verkauf. Heute lässt Bürgermeister Rico Zoschke klarstellen: „Unser Entenhaus wird gegenwärtig vom NCC aufgearbeitet und kehrt anschließend wieder zurück auf unseren Teich.“ Das Entenhaus ist also nicht im Angebot, sondern wird renoviert und wieder aufgestellt.

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In Malchin wartet zudem eine acht Meter hohe und sechs Tonnen schwere Weihnachtspyramide aus Fichtenholz darauf, aus dem Abstelllager geholt zu werden. Die Holzkonstruktion, die zwei Jahre lang die Adventszeit in Malchin begleitete, steht seit längerer Zeit auf dem Rempliner Bauhof-Gelände. Die Eigentumsverhältnisse sind unklar: Der Holzgestalter hat sie der Stadt Malchin übertragen, die jedoch noch nicht bezahlt hat. Beide Parteien zeigen wenig Interesse an der Pyramide, was möglicherweise Verkaufsverhandlungen begünstigen könnte. Zumal Weihnachtsschmuck zu Ostern ohnehin sehr preiswert ist, wie ironisch angemerkt wird.

Fazit: Extravagante Verkaufsaktionen im Nordosten

Die Region Mecklenburg-Vorpommern zeigt mit diesen ungewöhnlichen Verkaufsangeboten eine kreative Seite des kommunalen Wirtschaftens. Vom Feuerwehrauto über die Badeinsel bis hin zur Weihnachtspyramide – die Städte und Gemeinden scheinen keine Mühe zu scheuen, um ausrangierte Güter zu verwerten. Während einige Angebote wie das Entenhaus in Neukalen nicht ernst gemeint waren, sind andere wie die Schwimmerinsel in Dargun durchaus seriöse Verkaufsabsichten. Diese skurrilen Geschäfte sorgen nicht nur für regionale Aufmerksamkeit, sondern könnten auch Sammler und Enthusiasten anlocken, die nach einzigartigen Objekten suchen.

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