Feuerwehren in der Region Neubrandenburg löschen mehrere Ödlandbrände nach Trockenheit
Das Wetter zeigt sich derzeit von seiner extremen Seite: Nach Tauwetter und anhaltenden Regenfällen, die für gesättigte Böden sorgten, führt die plötzliche Trockenheit nun zu einer ganz anderen Gefahrenlage. Am Wochenende mussten die Feuerwehren in der Region Neubrandenburg gleich mehrfach ausrücken, um brennendes Ödland zu löschen. Die Einsatzkräfte mahnen angesichts der aktuellen Wetterverhältnisse dringend zur Vorsicht.
Trockenheit macht abgestorbenes Gras und Gestrüpp schnell entzündbar
Die Trockenheit der letzten Tage hat das abgestorbene Gras und Gestrüpp auf Freiflächen innerhalb kürzester Zeit hochgradig entzündbar gemacht. Besonders betroffen war das Umland von Neubrandenburg. In Penzlin sowie entlang der Bundesstraße 104 nahe Pragsdorf kam es zu Bränden auf Ödlandflächen, die von den örtlichen Einsatzkräften unter Kontrolle gebracht werden mussten. Unter anderem brannte es am Samstagnachmittag in Neu Käbelich. Die Feuerwehr aus Lindetal und die Ortswehr aus Neu Käbelich waren mit schätzungsweise 15 Kameraden vor Ort, um den Brand zu bekämpfen.
Einsatz im Stadtgebiet von Neubrandenburg
Auch im Stadtgebiet von Neubrandenburg blieb es nicht ruhig. Am Samstagnachmittag gegen 13:00 Uhr alarmierten aufmerksame Bürger die Rettungsleitstelle, nachdem sie Flammen und Rauch in der Ihlenfelder Vorstadt bemerkt hatten. Dort war eine rund 200 Quadratmeter große Freifläche in Brand geraten. Durch den leichten Wind hatte sich das Feuer bereits rasch ausgebreitet und drohte, sich weiter auszudehnen.
Ein schnelles Eingreifen der Neubrandenburger Berufsfeuerwehr war erforderlich, um eine weitere Ausbreitung des Brandherdes zu verhindern. Trotz der raschen Ausdehnung des Feuers konnten die Einsatzkräfte Entwarnung für die Anwohner geben. „Eine Gefahr für angrenzende Wohnhäuser bestand zu keinem Zeitpunkt“, hieß es seitens der Einsatzleitung. Die professionelle Arbeit der Feuerwehrleute verhinderte somit Schlimmeres.
Brandursachen noch unklar – Feuerwehren appellieren an die Bevölkerung
Warum die Flächen in Brand gerieten, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Laut Auskunft der Polizei ist die Brandursache bislang unbekannt. Ob Unachtsamkeit, wie etwa ein weggeworfener Zigarettenstummel, oder andere Faktoren eine Rolle spielten, muss nun geklärt werden. Angesichts der aktuellen Wetterlage mahnen die Feuerwehren eindringlich zur Vorsicht: Schon ein achtlos weggeworfener Zigarettenstummel könnte in diesen Tagen verheerende Folgen haben, betonen die Experten.
Die Feuerwehren in der Region Neubrandenburg stehen weiterhin in Bereitschaft, um auf mögliche weitere Brände reagieren zu können. Die Bevölkerung wird aufgefordert, besonders achtsam zu sein und jegliche Zündquellen in trockenen Gebieten zu vermeiden, um die Sicherheit aller zu gewährleisten.



