Land unter in Uecker-Randow: Feuerwehren im Dauereinsatz gegen Überflutungen
Feuerwehren pumpten gegen Überflutungen in Uecker-Randow

Land unter in Uecker-Randow: Feuerwehren im Dauereinsatz gegen Überflutungen

Das Tauwetter und anhaltende Regenfälle haben am Wochenende und am Montag in der Region Uecker-Randow zu massiven Überflutungen geführt. Freiwillige Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Vorpommern-Greifswald waren unermüdlich im Einsatz, um Straßen von Wasser zu befreien und Wohnhauskeller trockenzulegen. Insgesamt verzeichnete der Landkreis beeindruckende 216 Einsätze, die die Kräfte der Ehrenamtlichen stark beanspruchten.

Einsätze in zahlreichen Ortschaften

Die Alarmierungen erreichten die Feuerwehren in Lübs, Mönkebude, Torgelow, Hammer, Bellin, Eggesin, Plöwen, Rossow, Strasburg und Nadrensee. Sogar die Löcknitzer Kameraden mussten zusätzlich ausrücken, weil ein umgestürzter Baum die Straße nach Gorkow blockierte. Die Ursachen für die Überschwemmungen waren eindeutig: große Mengen an Schmelzwasser kombiniert mit starken und lang anhaltenden Regenfällen überfluteten die Region.

Mönkebude: Vorbereitet für den nächsten Einsatz

In Mönkebude waren am Sonntag fünf Kameraden und ein Mitglied der Jugendfeuerwehr über drei Stunden mit beiden Fahrzeugen im Einsatz. Sie pumpten an vier kritischen Stellen im Dorf Wasser ab: vor der Spundwand am Hafen, vor dem Gemeindehaus, an der Feuerwehr selbst und nahe dem Löschwasserteich in der Bungalowsiedlung. Dabei nutzten sie eine Flachwasserpumpe, die von der Nachbarwehr Grambin geliehen worden war. Wehrführer Thomas Reincke ließ die ausgelegten Schläuche am Hafen einfach liegen, um im Falle einer erneuten Überschwemmung schneller reagieren zu können – eine kluge Vorbereitungsmaßnahme.

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Strasburg: Über 1,2 Millionen Liter Wasser abgepumpt

Die Strasburger Feuerwehr rückte am Wochenende zu vier Einsätzen aus. In Ravensmühle musste Wasser aus einem Kuhstall gepumpt werden, während auf der B104 nahe der Rennbahn Linchenshöh und auf der Landesstraße 32 nach Rothemühl Straßenüberflutungen beseitigt wurden. Am letzteren Einsatz waren auch Kameraden der Neuensunder Wehr beteiligt. Am Montag folgte ein weiterer Einsatz in der Bahnhofstraße, wo der Fußgängerüberweg überflutet war. Insgesamt pumpten die Strasburger Kameraden innerhalb von 13 Einsatzstunden über 1,2 Millionen Liter Wasser ab, um den Straßenverkehr zu sichern und Gefahrenstellen zu beseitigen.

Lübs: Wasser bis an die Wohnhausmauer

In Lübs hatte die Feuerwehr am Sonntag ab 12.50 Uhr mehrere Stunden zu tun, um das Wasser von der Dorfstraße und von einem Grundstück zu entfernen. Das Wasser war bis an eine Wohnhausmauer gestanden, was ernste Schäden hätte verursachen können. Mittels einer Schmutzwasserpumpe und eines Schwimmsaugers konnte das Wasser jedoch rasch abgepumpt und weiterer Schaden verhindert werden. Wehrführer Markus Gröschl dankte nicht nur den Einsatzkräften, sondern auch der Familie Blechschmidt, die für die Verpflegung der Helfer sorgte.

Kurze und längere Einsätze im Vergleich

Während die Eggesiner Feuerwehr einen Einsatz von nur 20 Minuten hatte, um einen Regeneinlauf auf der Stettiner Straße zu reinigen, dauerte der einzige Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Torgelow deutlich länger. In Müggenburg pumpten die Kameraden von 17 Uhr bis 20.15 Uhr Schmelzwasser von einem Grundstück und aus dem Keller eines Wohnhauses. Auch in Bellin bei Ueckermünde waren die Einsatzkräfte von etwa 16 bis 19 Uhr im Einsatz, um die Straße Kronziegelei von Schmelzwasser zu befreien.

Hammer an der Uecker: Straßen wieder befahrbar gemacht

Die Kameraden aus Hammer an der Uecker sorgten am Sonntag für freie Straßen in Liepe und in Klein Hammer. In Klein Hammer war das Wasser in einer Senke bis an die Haustüren gelaufen. Die Einsätze begannen um die Mittagszeit und konnten nach etwa 45 und 75 Minuten beendet werden. „Wir haben so lange gepumpt, bis die Straßen wieder befahrbar waren“, erklärte Wehrführer Detlef Berndt.

Löcknitz: Baumsturz als zusätzliche Herausforderung

Vermutlich wegen Altersschwäche stürzte am Sonntagabend kurz nach 21 Uhr ein Baum auf die Straße zwischen Löcknitz und Gorkow um. Die Freiwillige Feuerwehr Löcknitz rückte mit einem Fahrzeug aus und beseitigte die Baumsperre zügig. Dieser Einsatz zeigt, dass die Feuerwehren in der Region nicht nur mit Wasser, sondern auch mit anderen wetterbedingten Gefahren konfrontiert waren.

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Die zahlreichen Einsätze der freiwilligen Feuerwehren in der Uecker-Randow-Region unterstreichen einmal mehr die unverzichtbare Rolle dieser Ehrenamtlichen in Notsituationen. Trotz der anstrengenden und zeitintensiven Arbeiten gelang es ihnen, die schlimmsten Auswirkungen der Überflutungen zu mildern und die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.