Glätte-Stürze in Vorpommern: Wann Sie sofort zum Arzt oder ins Krankenhaus müssen
Glätte-Stürze: Wann zum Arzt oder Krankenhaus?

Glätte-Stürze in Vorpommern: Wann Sie sofort zum Arzt oder ins Krankenhaus müssen

Seit Wochen ist Mecklenburg-Vorpommern von einer dicken Eisschicht bedeckt, was die Sturzgefahr auf Gehwegen und Straßen massiv erhöht. Dr. Matthias Napp, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme der Universitätsmedizin Greifswald, erläutert im Detail, wann Stürze wirklich gefährlich werden und welche Maßnahmen Betroffene ergreifen sollten.

Wann der Notarzt unverzüglich gerufen werden muss

Schmerz ist ein wichtiges Warnsignal, betont Dr. Napp. Wer nach einem Sturz keine Schmerzen verspürt, hat wahrscheinlich keine ernsthaften Verletzungen erlitten. Doch bei starken, anhaltenden Schmerzen, deutlichen Funktionseinschränkungen oder sichtbaren schweren Verletzungen ist umgehend medizinischer Rat einzuholen. Der Experte weist darauf hin, dass es keine einheitlichen Regeln gibt, um die Schwere eines Sturzes zu kategorisieren, weshalb im Zweifelsfall Vorsicht geboten ist.

Für die Entscheidung, ob man selbst zum niedergelassenen Arzt gehen kann oder den Krankenwagen rufen muss, gilt eine einfache Faustregel: Wer sich selbst nicht mehr helfen kann, sollte sofort den Rettungsdienst alarmieren oder alarmieren lassen. Ansonsten ist der Besuch beim Hausarzt die erste Anlaufstelle.

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Senioren sind besonders gefährdet

Eine Gruppe ist bei Glätte-Stürzen besonders gefährdet: Senioren. Ihre Knochen sind oft weniger stabil, und sie können im Sturz nicht mehr so gut abrollen, erklärt Dr. Napp. Dies erhöht das Risiko für Knochenbrüche erheblich. Daher ist es für ältere Menschen ratsam, bei extremer Glätte unnötige Wege zu vermeiden und Spaziergänge oder Besorgungen erst nach den Räumarbeiten des Winterdienstes anzutreten.

Mehr Knochenbrüche durch Glätte im Januar

Die Anzahl der Glätte-Unfälle war bereits Anfang Januar deutlich erhöht. In den ersten zwei Januarwochen gab es wegen Schnee und Glatteis eine spürbar höhere Zahl von Brüchen durch Stürze auf Straßen und Gehwegen. Besonders an zwei Tagen zu Beginn der zweiten Januarwoche, als morgens starkes Glatteis herrschte, wurden bis zu 20 verletzte Patienten in der Notaufnahme behandelt. Dies unterstreicht die Dringlichkeit, bei winterlichen Bedingungen besondere Vorsicht walten zu lassen.

Zusammenfassend empfiehlt Dr. Napp: Hören Sie auf Ihren Körper und handeln Sie im Zweifel lieber übervorsichtig. Durch präventive Maßnahmen und schnelles Reagieren bei Verletzungen können schwere Folgen vermieden werden.

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