Gorch Fock startet historische Atlantikreise nach Amerika
Das legendäre Segelschulschiff Gorch Fock der Deutschen Marine bereitet sich auf eine außergewöhnliche Atlantiküberquerung vor. Am Dienstag um 12:00 Uhr soll der Dreimaster von seinem Heimathafen Kiel aus zu einer mehrmonatigen Amerikareise aufbrechen, die junge Freiwillige und Marineangehörige gleichermaßen begeistert.
Route mit bedeutenden Stationen
Die Reiseroute führt das Schiff zunächst nach Bayonne in Frankreich, bevor es weiter zu Las Palmas auf Gran Canaria segelt. Von dort aus geht es über den Atlantik nach Hamilton auf Bermuda und anschließend zu mehreren US-Häfen: Norfolk, Baltimore und New York. Nach den Feierlichkeiten in den USA steuert die Gorch Fock noch Halifax in Kanada und Reykjavik in Island an, bevor sie zurück nach Deutschland segelt.
Höhepunkt: 250-jährige US-Unabhängigkeitsfeier
Das zentrale Ziel der Reise sind die Feierlichkeiten zur 250-jährigen Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten am 4. Juli in New York. Die Gorch Fock wird als deutscher Beitrag zu diesem historischen Jubiläum vor Ort präsent sein und die deutsch-amerikanischen Beziehungen symbolisch unterstreichen.
Work & Travel-Programm für junge Freiwillige
Besonders innovativ ist die Teilnahme von 25 jungen Männern und Frauen pro Reiseabschnitt, die über das neue Work & Travel-Programm der Bundeswehr an Bord kommen. Diese Freiwilligen haben sich über den freiwilligen Wehrdienst verpflichtet und erhalten nun die einmalige Gelegenheit, maritime Erfahrungen auf hoher See zu sammeln.
Kommandant setzt auf verstärkten Segelbetrieb
Kommandant Elmar Bornkessel betonte, dass die Reise genutzt werden soll, um den Segelanteil der Gorch Fock deutlich zu erhöhen. „Die ein oder andere Lücke zwischen der Hängematte, die vielleicht in der jüngeren Vergangenheit noch da war, wird es dann nicht mehr geben“, erklärte Bornkessel mit Blick auf die intensive Nutzung der Segel während der Atlantiküberquerung.
Die Reise kombiniert somit maritime Tradition mit moderner Nachwuchsförderung und dient gleichzeitig als bedeutendes außenpolitisches Signal. Für die jungen Teilnehmer bedeutet die Atlantiküberquerung nicht nur Abenteuer, sondern auch wertvolle Erfahrungen in Teamarbeit, Navigation und internationaler Verständigung.



