Größter Hotelbetreiber Europas insolvent: Sechs Häuser in Mecklenburg-Vorpommern betroffen
Hotelriese Revo insolvent: Sechs Häuser in MV betroffen (10.04.2026)

Europas größter Hotelbetreiber in der Insolvenz

Für die 175 Hotels der Revo Hospitality Group, dem größten Hotelbetreiber Europas mit Sitz in München, wurden am oder um den 1. April 2026 Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Das teilte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage mit. Der Konzern hatte bereits Mitte Januar beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg einen entsprechenden Antrag gestellt, ursprünglich für 125 Häuser, der kurze Zeit später um 50 weitere Hotels erweitert wurde.

Sechs Hotels in Mecklenburg-Vorpommern betroffen

In Mecklenburg-Vorpommern sind insgesamt sechs Hotels von der Insolvenz betroffen. Dazu gehören das Intercity Hotel Schwerin am Hauptbahnhof, das Hotel Schloss Neustadt-Glewe, das Aedenlife Hotel & Resort Rügen in Trent, das Vienna House by Wyndham Sonne Rostock, das Vienna House by Wyndham Baltic Stralsund sowie das Townhouse Wismar a Vagabond Club. Das Unternehmen betonte, dass die Hotels trotz der Insolvenzverfahren fortgeführt werden und normal gebucht werden können.

Eine Ausnahme: Aedenlife Hotel auf Rügen geschlossen

Eine Ausnahme bildet das Aedenlife Hotel auf Rügen, das im Zuge der Pleite bereits dauerhaft geschlossen wurde. Auf der Website des Hotels wird Besuchern weiterhin der Hinweis angezeigt: „Leiden müssen wir Sie darüber informieren, dass wir den Hotelbetrieb aufgrund der Insolvenz der Betreibergesellschaft nicht wie geplant fortführen können und aus diesem Grund auch keine Buchungen mehr annehmen.“ Bereits im Februar hatte zudem das Mövenpick Frankfurt City den Betrieb eingestellt.

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Keine weiteren Schließungen geplant

Laut Revo sind keine weiteren Schließungen von Hotels in Eigenverwaltung geplant. Grund dafür sei das starke Interesse von Investoren an der gesamten Revo-Gruppe oder einem großen Teil davon. „Während des laufenden Verkaufsprozesses haben bislang deutlich mehr als 100 Interessenten die zur Verfügung gestellten Unterlagen durchgesehen, um sich ein Bild über die verschiedenen Häuser zu verschaffen“, erklärte das Unternehmen. Die potenziellen Käufer müssen nun ihre Angebote abgeben, die voraussichtlich bis Ende April 2026 verbindlich vorliegen sollen.

Finanzielle Gründe für die Insolvenz

Die betroffenen Gesellschaften der Revo-Gruppe gerieten vor allem durch gestiegene Lohnkosten und die Anhebung der Mindestlöhne sowie höhere Ausgaben für Mieten und Energie in finanzielle Schieflage. Zudem führte die schnelle Expansion zu Integrationsproblemen. Die Gruppe, die bis 2025 noch als HR-Group tätig war, wuchs seit 2020 von 51 auf 250 Hotels in zwölf europäischen Ländern.

Stabiler Betrieb und Mitarbeiterzahlungen

Nach Auslaufen des Insolvenzgelds Ende März sollen die Löhne und Gehälter der mehr als 5500 Mitarbeiter wieder von den Betriebsgesellschaften selbst gezahlt und aus dem laufenden Geschäftsbetrieb erwirtschaftet werden. „Die Hotelbetriebe laufen stabil und mit den aktuellen Frühjahrsmessen erfolgreich“, erklärte ein Pressesprecher der Revo-Gruppe. Dies unterstreicht die Bemühungen, den Betrieb trotz der Insolvenzverfahren aufrechtzuerhalten und eine reibungslose Übergangsphase zu gewährleisten.

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