Doppelte Vollsperrung auf L11: Brückenbauarbeiten bei Langhagen und Kuchelmiß behindern Verkehr
L11 doppelt gesperrt: Brückenbau bei Langhagen und Kuchelmiß

Doppelte Vollsperrung auf der L11 behindert Verkehr in Mecklenburg-Vorpommern

Für Anwohner und Verkehrsteilnehmer im Raum Güstrow wird die kommende Woche zu einer echten Herausforderung. Die Landstraße 11 zwischen Krakow am See und Teterow ist gleich an zwei Stellen voll gesperrt, was erhebliche Umwege und verlängerte Fahrzeiten zur Folge hat. Grund dafür sind parallel laufende Bauarbeiten an zwei Brücken, die dringend notwendig sind.

Nächtliche Sperrung bei Langhagen vom 23. bis 28. Februar

Die Deutsche Bahn führt dringende Arbeiten an den Bahnanlagen durch, weshalb die Brücke der L11 über die Bahnstrecke bei Langhagen in der Zeit vom 23. bis 28. Februar 2026 nachts zwischen 20 und 6 Uhr voll gesperrt ist. Autofahrer aus Richtung Rostock werden bereits an der Autobahn A19 über entsprechende Schilder informiert und aufgefordert, die Abfahrt Güstrow/Teterow zu nutzen, um nach Groß Wokern oder Langhagen zu gelangen.

Historische Brücke bei Kuchelmiß bis April 2027 gesperrt

Noch gravierender sind die Auswirkungen an der historischen Gewölbebrücke über die Nebel bei Kuchelmiß. Hier werden ab Montag, dem 23. Februar 2026, die vorbereitenden Arbeiten wieder aufgenommen, die bis zum 28. Februar abgeschlossen sein sollen. Ab dem 2. März 2026 wird die L11 an dieser Stelle dann für mehr als ein Jahr komplett gesperrt bleiben. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern plant die Fertigstellung des Ersatzneubaus erst für Ende April 2027.

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Umleitungen mit erheblichen Zeitverlusten

Die offizielle Umleitung für den Verkehr ist alles andere als komfortabel:

  • Statt der normalen Fahrzeit von etwa zehn Minuten müssen Autofahrer nun fast eine Stunde einplanen.
  • Der Verkehr wird über die L11 in Richtung Teterow umgeleitet.
  • Weiter geht es über die Bundesstraße 104 Richtung Klues.
  • Anschließend führt die Route über die L37 Richtung Krakow am See zurück auf die L11 Richtung Kuchelmiß – und umgekehrt.

Sonderregelung für Schulbusse

Eine Ausnahme von der Vollsperrung gibt es für die Schulbusse der Gemeinde Kuchelmiß. „Die Schulbusse dürfen über die Nebelbrücke im Mühlenweg nach Krakow am See und wieder zurück fahren“, erklärt Bürgermeister Peter Hildebrandt. „Es ist den Schülern ja nicht zuzumuten, dass sie durch die Vollsperrung eine Stunde lang unterwegs sind.“ Normalerweise verkehren die Schulbusse 16 Mal täglich über die Nebelbrücke von und nach Kuchelmiß, wo die Kinder die Naturparkschule Krakow am See besuchen.

Dringende Bauarbeiten an historischer Brücke

Die Bauarbeiten an der Gewölbebrücke über die Nebel bei Kuchelmiß sind dringend notwendig, wie Bürgermeister Hildebrandt betont: „Das Bauvorhaben ist schon seit drei Jahren geplant. Die Brücke ist ja von 1907 und war ursprünglich einspurig. Die zweispurige Fahrbahn wurde einfach nur draufgesetzt und ist sehr eng, das führt häufiger zu Blechschäden.“ Tatsächlich schreibt bereits ein Verkehrsschild mit schwarzem und rotem Pfeil das einspurige Befahren vor, was die Engstelle verdeutlicht.

Wichtige Hinweise für Verkehrsteilnehmer

Für alle auswärtigen Autofahrer bleibt die Ausweichstrecke über die Nebelbrücke im Mühlenweg jedoch gesperrt. Die Redaktion weist zudem darauf hin, dass alternative Wege wie der Waldweg aus Kuchelmiß, der vor der Gewölbebrücke nach rechts an die Nebel führt, keinesfalls befahren werden sollten – insbesondere bei vereisten oder verschneiten Verhältnissen. Die leichte Steigung macht eine Rückkehr auf die L11 für Fahrzeuge ohne Allradantrieb praktisch unmöglich.

Die doppelte Vollsperrung auf der L11 stellt somit eine erhebliche Beeinträchtigung für den regionalen Verkehr dar, ist aber notwendig, um die marode Infrastruktur zu sanieren und die Verkehrssicherheit langfristig zu gewährleisten.

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