Rettungsdienste in Mecklenburg-Vorpommern verzeichnen deutlichen Anstieg der Einsätze
Mehr Rettungseinsätze in MV: Notrufnummer verantwortungsvoll nutzen

Rettungsdienste in Mecklenburg-Vorpommern verzeichnen deutlichen Anstieg der Einsätze

Seit 2009 wird europaweit am 11. Februar der Tag des Notrufs begangen. Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) nutzt diesen Anlass, um sowohl professionelle als auch ehrenamtliche Retter zu würdigen. Die Rettungsdienste im Bundesland sind dabei immer stärker beansprucht, wie aktuelle Zahlen eindrucksvoll belegen.

Einsatzzahlen steigen kontinuierlich an

Das Schweriner Gesundheitsministerium teilte mit, dass der Rettungsdienst allein im Jahr 2024 zu insgesamt 205.419 Einsätzen in Mecklenburg-Vorpommern ausgerückt ist. Dies entspricht einem Anstieg von etwa fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gegenüber dem Jahr 2018, als noch 183.917 Einsätze gefahren wurden, bedeutet dies sogar eine Zunahme von fast zwölf Prozent. Trotz dieser deutlich gestiegenen Belastung konnten die Rettungskräfte ihre Hilfsfrist weiter optimieren.

Durchschnittlich benötigen die Einsatzkräfte aktuell neun Minuten und 20 Sekunden, bis sie am Einsatzort eintreffen. „Dass die Hilfsfrist in diesem Zeitraum trotz der Zunahme an Einsätzen sogar leicht abgenommen hat, zeigt, mit welch großen Anstrengungen die hochqualifizierten und gut ausgestatteten Einsatzkräfte des Rettungsdienstes tagtäglich im Land unterwegs sind“, betonte Ministerin Drese. Sie sprach allen Beteiligten ihren ausdrücklichen Dank für diese herausragende Leistung aus.

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Appell zum verantwortungsvollen Umgang mit Notrufnummern

Die Ministerin appellierte gleichzeitig eindringlich an die Bevölkerung, verantwortungsvoll mit der Notrufnummer 112 umzugehen. Sie verwies dabei auch auf alternative Angebote wie die Ersteinschätzung unter der Telefonnummer 116 117. „Jeder unnötige Notruf bindet Personal, das an anderer Stelle dringend gebraucht wird“, so Drese. „Helfen heißt deshalb auch, die Notrufnummern mit Augenmaß zu nutzen, damit schnelle Hilfe genau dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird.“

Besonders wichtig sei in diesem Zusammenhang der Einsatz von Ersthelfern. Sämtliche Wiederbelebungsmaßnahmen würden dabei helfen, die Zeit bis zum Eintreffen des stark beanspruchten Rettungsdienstes effektiv zu überbrücken. „Wirklich jede und jeder kann im Notfall helfen. Egal, ob mit dem Absetzen eines Notrufes, mit dem Beruhigen von Betroffenen oder auch durch den Beginn von Wiederbelebungsmaßnahmen. Jede Form der Hilfe im Notfall kann im entscheidenden Moment den Unterschied machen“, unterstrich die Gesundheitsministerin.

Neuer Defibrillator vor dem Ministerium

Technische Unterstützung finden Ersthelfer in Schwerin ab sofort auch vor dem Sozial- und Gesundheitsministerium am Marstall. Dort steht ein neuer externer Defibrillator (AED) gut sichtbar und öffentlich zugänglich zur Verfügung. Die Ministerin betonte, dass niemand Angst haben müsse, bei der Bedienung etwas falsch zu machen.

„Ein AED kann bei einer bewusstlosen Person ohne Atmung gar nicht falsch eingesetzt werden“, erklärte Drese. Das Gerät führe per Sprachsteuerung durch alle notwendigen Handgriffe und gebe Stromstöße nur bei einer tatsächlich vorliegenden Indikation, beispielsweise bei einem Kammerflimmern, frei. Diese Maßnahme soll die Erste-Hilfe-Bereitschaft in der Bevölkerung weiter stärken und die Überlebenschancen bei Notfällen deutlich verbessern.

Die kontinuierlich steigenden Einsatzzahlen zeigen deutlich, wie wichtig sowohl professionelle Rettungsdienste als auch engagierte Ersthelfer für die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern sind. Der verantwortungsvolle Umgang mit Notrufnummern bleibt dabei eine entscheidende Komponente für die Effizienz des gesamten Rettungssystems.

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