Feuerwehrhäuser in vier Gemeinden: 200 Tage Bauzeit für moderne Unterkünfte
Neue Feuerwehrhäuser in vier Gemeinden: 200 Tage Bauzeit

Modernisierung für Feuerwehren: Vier Gemeinden erhalten neue Gerätehäuser

Die Feuerwehren in Techentin, Siggelkow, Gehlsbach und Werder können aufatmen: Nach Jahren der Improvisation in notdürftig isolierten Scheunen und Gebäuden ohne angemessene sanitäre Einrichtungen stehen nun moderne Feuerwehrgerätehäuser bevor. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern hat Förderankündigungen für diese vier Gemeinden zwischen Lübz und Goldberg überreicht, die zu insgesamt 58 geförderten Standorten im Bundesland gehören.

Förderung mit bis zu 75 Prozent der Baukosten

Justizministerin Jacqueline Bernhardt (Linke) übergab die Förderbescheide persönlich und betonte dabei den hohen gesellschaftlichen Stellenwert der Feuerwehren. „Die Feuerwehren im Land leisten großartige Arbeit. Vor allem sind viele Frauen und Männer ehrenamtlich bei den Feuerwehren aktiv. Diese Arbeit an der Gesellschaft braucht unseren Respekt und unsere Dankbarkeit“, so die Ministerin bei den Vor-Ort-Terminen. Die Landesregierung unterstützt die Gemeinden mit maximal 75 Prozent der Baukosten von jeweils 1,09 Millionen Euro pro Haus. Die verbleibenden 25 Prozent sowie die Kosten für die Außenanlagen müssen die Gemeinden selbst aufbringen.

Prekäre Zustände in bestehenden Unterkünften

Die bisherigen Unterbringungen der Feuerwehrfahrzeuge und -ausrüstung waren teilweise katastrophal. In Langenhagen, einem Ortsteil von Techentin, waren die beiden Fahrzeuge in einer ungedämmten Scheune hinter dem Gemeindezentrum untergebracht. Bürgermeister Matthias Wienandt schildert die Situation: „Wenn drin der Heizlüfter läuft, schaffen wir gerade so vier Grad Celsius.“ Maschinist Maik Scheer ergänzt die Gefahren: „Kälter dürfte es auch nicht sein. Wenn der 1000-Liter-Tank des Löschfahrzeugs platzt, hätten wir ein riesiges Problem.“ Die Umkleideräume der Feuerwehr sind im Gemeindezentrum untergebracht, was den Einsatzablauf erschwert.

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Fraktionsübergreifende Unterstützung für Feuerwehren

Die Notwendigkeit der Feuerwehrförderung wird von allen politischen Seiten anerkannt. SPD-Landtagsabgeordneter Christian Brade lobt insbesondere die Jugendarbeit der Feuerwehren: „Sie vermitteln den Kindern und Jugendlichen Werte wie Miteinander und Teamgeist, Engagement und so vieles mehr.“ Auch CDU-Abgeordneter Wolfgang Waldmüller betont: „Wir brauchen dringend neue Feuerwehrhäuser.“ Bereits in der vorherigen Landesregierung aus SPD und CDU sei die Stärkung der Feuerwehren ein wichtiger Aspekt gewesen.

Standardisierte Bauweise ermöglicht kurze Bauzeit

Ein besonderes Merkmal der neuen Feuerwehrhäuser ist ihre standardisierte Bauweise. Die Häuser werden nach einem einheitlichen Muster errichtet, was die Kosten senkt und eine extrem kurze Bauzeit ermöglicht. Ministerin Bernhardt erklärte: „Vom Spatenstich bis zur Übergabe sollen nur 200 Tage vergehen.“ Diese Nachricht überraschte sowohl die Bürgermeister Mareen Schmied (Gehlsbach), Günter Schäfer (Werder), Sibylle Kiesow (Siggelkow) und Matthias Wienandt (Techentin) als auch die Feuerwehrkameraden positiv.

Konkrete Baupläne und lokale Freude

Für Techentin ist bereits ein konkreter Bauplatz neben der Kirche vorhanden, der der Gemeinde gehört. Eine Anwohnerin äußerte ihre Freude: „Man fühlt sich gleich sicherer.“ Bezüglich möglicher Alarmgeräusche meinte sie lächelnd: „Das nimmt man gern in Kauf.“ In Langenhagen wird für das neue Gerätehaus ein Gebäude im Vordergrund noch abgerissen, um Platz zu schaffen.

Nun stehen für die vier Gemeinden noch administrative Aufgaben an, darunter die Einreichung der Bauanträge. Doch die Freude über die bevorstehenden modernen Unterkünfte überwiegt deutlich. Bürgermeister Wienandt strahlte bei der Übergabe der Förderankündigung: „Das hilft uns so unglaublich viel.“ Die neuen Feuerwehrhäuser werden nicht nur die Arbeitsbedingungen der Ehrenamtlichen verbessern, sondern auch die Sicherheit der gesamten Region erhöhen.

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