Oster-Chaos in Lübeck: Hunderte Reisende an Bahnhof gestrandet - SEV-Chaos nach Mecklenburg-Vorpommern
Oster-Chaos in Lübeck: Reisende nach MV gestrandet

Oster-Chaos in Lübeck: Hunderte Reisende an Bahnhof gestrandet

Am Karsamstag, dem 4. April 2026, entwickelte sich am Lübecker Hauptbahnhof und dem angrenzenden Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) ein chaotisches Szenario. Zahlreiche Zugreisende, die aus Schleswig-Holstein ins benachbarte Mecklenburg-Vorpommern unterwegs waren, strandeten unerwartet in der Hansestadt an der Ostsee. Die geplante Reise zu den Osterfeiertagen nahm für viele Fahrgäste einen völlig unerwarteten Verlauf.

Schienenersatzverkehr läuft chaotisch ab

Konkret konnten Reisende in Richtung Bad Kleinen und Mecklenburg-Vorpommern ab Lübeck nicht mehr weiterfahren. Sie mussten kurzfristig auf einen Schienenersatzverkehr (SEV) umsteigen, der jedoch alles andere als geordnet verlief. Der Nordkurier berichtete von vor Ort über ein regelrechtes Chaos. Eine betroffene Reisende, die zu ihrer Familie nach Güstrow wollte, musste nach zwei Stunden langem Warten ihre Reise sogar komplett abbrechen.

Obwohl weitere Züge aus verschiedenen Richtungen Schleswig-Holsteins am Lübecker Hauptbahnhof ankamen, fehlten entsprechende Busse für die Weiterfahrt nach Bad Kleinen und Mecklenburg-Vorpommern. Die Folge war eine stetig wachsende Menschenmenge zwischen Hauptbahnhof und ZOB, die nicht mehr weiterkam. Die Ursache für die Unterbrechung auf der Regionalbahn-Linie zwischen Lübeck und Bad Kleinen blieb auch am Morgen des Ostersonntags noch unklar.

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Deutsche Bahn informiert unzureichend

Besonders ärgerlich für die gestrandeten Reisenden: Noch am Samstagabend um 18.25 Uhr fehlte auf der Website der Deutschen Bahn unter der Rubrik Störungsmelder jeglicher Hinweis zu den Zugausfällen zwischen Lübeck und Bad Kleinen. Die Fahrgäste wurden damit weitgehend im Stich gelassen und waren vor Ort auf sich selbst gestellt. Auf dieser Strecke verkehrt normalerweise der RE2.

Erst am Sonntagmorgen erschienen auf der DB-Website Warnhinweise für den RE2 und den RE85 nach Güstrow. Dort war von „hoher Auslastung“, „erhöhter Auslastung“ oder gar „außergewöhnlich hoher Auslastung“ die Rede. Auf die tatsächlichen Zugausfälle und den dadurch notwendigen Schienenersatzverkehr am Karsamstag war die Deutsche Bahn jedoch offenbar nicht vorbereitet – zum großen Ärger ihrer vielen Fahrgäste während der Osterfeiertage.

Dieser Vorfall wirft erneut Fragen zur Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs in Deutschland auf, insbesondere an Feiertagen mit erhöhtem Reiseaufkommen. Die betroffenen Reisenden, die ihre Osterfeiertage mit Familie und Freunden verbringen wollten, sahen sich mit unerwarteten Hindernissen und erheblichen Verzögerungen konfrontiert.

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