Playmobil-Zeitreise durch die Erdgeschichte im Rostocker Zoo
Im Rostocker Zoo erwartet Besucher eine außergewöhnliche Reise durch 4,5 Milliarden Jahre Erdgeschichte – inszeniert mit tausenden Playmobil-Figuren. Der Hamburger Künstler und Playmobil-Markenbotschafter Oliver Schaffer hat zehn faszinierende Schaulandschaften geschaffen, die im Spiegelsaal des Darwineums aufgestellt wurden. Die Sonderausstellung „Die Evolution der Tiere mit Playmobil – Staunen, Spielen, Lernen im Zoo Rostock“ läuft noch bis zum 30. April und verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit spielerischer Leichtigkeit.
Wissenschaft trifft auf Spielzeug-Kunst
Für Zoodirektorin Antje Angeli eröffnet diese besondere Präsentation einen völlig neuen Blick auf die Evolution. „Sie verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer spielerischen Leichtigkeit, die berührt und neugierig macht“, betonte sie zur Eröffnung. „Auch ich habe die Entwicklung des Lebens hier noch einmal aus einer völlig anderen Perspektive erlebt – überraschend, inspirierend und mit einem Staunen, das man sich unbedingt bewahren sollte.“
Mit dieser Ausstellung setzt der Rostocker Zoo seine inhaltliche Linie fort, komplexe naturwissenschaftliche Themen anschaulich und generationenübergreifend zu vermitteln. Die detailreichen Dioramen verbinden paläontologische Erkenntnisse mit erzählerischer Dichte und zeigen:
- Urzeitliche Landschaften mit Vulkanen und Farnwäldern
- Küstenregionen als Kulisse für dramatische Evolutionsschritte
- Tropische Regenwälder mit ihrer Artenvielfalt
- Die kulturelle Evolution des Menschen in der Altsteinzeit
Ein Künstler und seine 400.000 Figuren
Oliver Schaffer, der über 400.000 Playmobil-Figuren und etwa drei Millionen Einzelteile besitzt, sieht in dem Spielzeug weit mehr als nur Unterhaltung. „Für mich ist Playmobil weit mehr als Spielzeug – es ist eine universelle Bühne für die großen Geschichten unserer Welt“, erklärt der Künstler. „Mit jeder Figur, mit jedem noch so kleinen Detail möchte ich Wissen sichtbar, Geschichte begreifbar und Staunen spürbar machen.“
Seine künstlerischen Dioramen wurden bereits von mehr als 6,5 Millionen Besuchern in renommierten Museen weltweit bewundert. Die Karriere des Sammlers begann 2003 mit einer ersten öffentlichen Präsentation im Historischen Museum der Pfalz in Speyer. Bereits 2009 waren Teile seiner Werke im Musée des Arts décoratifs im Westflügel des Louvre in Paris zu sehen.
Ergänzende fotografische Perspektive
Die Playmobil-Schau wird durch eine besondere fotografische Perspektive ergänzt. Der mexikanische Künstler Adrián Limón zeigt im Altweltaffenhaus Tierfotografien, die Playmobil-Figuren mit realen Naturaufnahmen verbinden. Diese ungewöhnliche Kombination schafft zusätzliche Zugänge zum Thema Evolution und unterstreicht den innovativen Ansatz der gesamten Ausstellung.
Oliver Schaffer fasst seine Motivation zusammen: „Wenn Kinder und Erwachsene gemeinsam vor einem Diorama stehen und plötzlich verstehen, wie faszinierend 4,5 Milliarden Jahre Evolution sind, dann weiß ich: Genau dafür baue ich diese Welten.“ Die Ausstellung im Rostocker Zoo bietet bis Ende April die Gelegenheit, diese einzigartige Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Spielzeug zu erleben.



