Pokrent hofft auf Förderzusage für neues Feuerwehrhaus: Entscheidung in Kürze
Pokrent: Entscheidung für neues Feuerwehrhaus steht bevor

Pokrent hofft auf Förderzusage für neues Feuerwehrhaus: Entscheidung in Kürze

In der Gemeinde Pokrent in Nordwestmecklenburg könnte bald der Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses beginnen. Die entscheidende Förderzusage des Landes wird in den kommenden Monaten erwartet, wie aktuelle Informationen zeigen. Damit würden sich die Feuerwehrkameraden über moderne Räumlichkeiten freuen können.

Landesprogramm für standardisierte Feuerwehrhäuser

Grundlage für die mögliche Förderung ist das Programm „Musterfeuerwehrhäuser“ des Landes Mecklenburg-Vorpommern. In den nächsten Jahren sollen bis zu 58 standardisierte Feuerwehrgerätehäuser errichtet werden. Dies geschieht im Rahmen eines zweiten 50-Millionen-Euro-Programms, das in den Neubau, die Sanierung und die Erweiterung von Gerätehäusern investiert. Die Gemeinde Pokrent hatte bereits im Jahr 2022 ihr Interesse an einem neuen Feuerwehrhaus bekundet und befindet sich nun im Kreis der Bewerber um die Landesunterstützung.

Verfahren auf der Zielgeraden

Wie das Innenministerium im Februar 2026 mitteilte, befindet sich das Projekt aktuell in der entscheidenden Phase. Die Verhandlungen mit den Bauunternehmen und die finale Angebotsabgabe seien auf der Schlussgeraden. Mit der Zuschlagserteilung werde in den kommenden beiden Monaten gerechnet. „Ab Sommer 2026 sollen die Gemeinden aus dem durch das Land ausgeschriebenen Rahmenvertrag für bis zu 58 Musterfeuerwehrgerätehäuser abrufen und entsprechende Verträge schließen können“, heißt es in einer offiziellen Mitteilung.

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Parallel dazu läuft das Auswahlverfahren für die Förderanträge der Gemeinden. Insgesamt sind 73 Anträge im Ministerium für Inneres und Bau eingegangen, von denen voraussichtlich deutlich mehr als 50 berücksichtigt werden könnten. Die endgültige Auswahl soll in den kommenden Monaten parallel zum Abschluss des Vergabeverfahrens erfolgen.

Pokrent in der engeren Auswahl

„Wir sind auf jeden Fall in der engeren Auswahl“, berichtete Bürgermeister Jörg Haase bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung in Pokrent. Es seien sämtliche Kriterien geprüft worden, die zu einer weiteren Bevorzugung führen würden, unter anderem die Gründe für die Notwendigkeit eines Baus. „Bei uns ist es die Fusion zweier Wehren mit zwei alten Feuerwehrhäusern“, schildert Jörg Haase. Der Bau des Feuerwehr- und Gesellschaftshauses ist am Pokrenter Dorfteich vorgesehen.

Die Gemeinde hat jedoch eine Hürde zu meistern: das Gesellschaftshaus, das an das Feuerwehrgerätehaus anschließen soll. Bei den Musterfeuerwehrhäusern handelt es sich um eine festgelegte Modulbauweise, die für 35 Feuerwehrkameraden und zwei Stellplätze ausgelegt ist. „Im Moment wird geprüft, ob man zwei weitere Module für den Gesellschaftsbereich anhängen kann und ob wir das extra noch einmal beantragen müssen“, sagte der Bürgermeister.

Wenn der Zuschlag der Baufirma erfolgt sei, werde die Gemeinde mit ihr klären, ob dies möglich ist. „Wenn das so kommt, dann könnte es sein, dass wir womöglich im Oktober schon anfangen, spätestens im Februar“, fügte Haase hinzu.

Hintergrund und Rahmenbedingungen

Wie das Innenministerium schildert, baut das Projekt auf einem bereits erarbeiteten und mit der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse abgestimmten Raumkonzept auf. Dieses dient als Grundlage für serielle, systemoffene Bauweisen, die eine hohe Qualität bei gleichzeitig verkürzten Planungs- und Bauzeiten ermöglichen. Nicht berücksichtigte Gemeinden würden auf einer Warteliste bleiben und könnten nachrücken, falls geplante Vorhaben zunächst ausgewählter Gemeinden nicht umgesetzt werden können. Je nach Finanzkraft der Kommune beträgt die Förderquote bei dem Projekt bis zu 75 Prozent.

Die Feuerwehrkameraden der Gemeinde Pokrent und vieler weiterer Feuerwehren waren in diesem Jahr bereits bei Einsätzen gefordert, unter anderem bei einem Brand einer Scheune. Ein neues Gerätehaus würde die Einsatzbereitschaft und Effizienz der Wehr deutlich verbessern.

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