Vortrag in Neubrandenburg: Die unterschätzte Macht der einfachen Salze
Die preisgekrönte Autorin Kerstin Hoppenhaus kommt nach Neubrandenburg, um im Rahmen des GeoWissenschaftlichen Vereins über ihr erfolgreiches Buch „Die Salze der Erde“ zu sprechen. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, dem 19. März, um 16.30 Uhr im Hörsaal 4 der Hochschule Neubrandenburg statt und bietet einen tiefen Einblick in die Bedeutung scheinbar unscheinbarer chemischer Elemente.
Von der Zelle bis zur globalen Politik: Ein Blick auf Stickstoff, Phosphor und Kalium
Andreas Buddenbohm, Vorsitzender des GeoVereins, betont: „Wir hören ständig von kritischen Metallen, doch diesmal richten wir unseren Fokus auf die einfachen Salze, die zwar unkritisch erscheinen, aber absolut unverzichtbar für unser Leben sind.“ Kerstin Hoppenhaus untersucht in ihrem Werk genau diese Elemente und zeigt, wie sie mit Themen wie Kolonialismus, Klimawandel und Welternährung verknüpft sind.
Ihr Buch, das 2024 mit dem NDR-Sachbuchpreis ausgezeichnet wurde, beschreibt der Jury zufolge „poetisch und fundiert, philosophisch und erforschend, witzig und wichtig“ den Kreislauf der Elemente, von denen alles Leben auf der Erde abhängt. Hoppenhaus argumentiert, dass menschliche Eingriffe diese natürlichen Ströme gestört haben und dadurch die globalen Lebensgrundlagen gefährden.
Die Autorin: Von Wissenschaftsfilmen zur „Unkenpost“
Kerstin Hoppenhaus hat Biologie und Wissenschaftsfilm studiert und anschließend Dokumentarserien für den Fernsehsender Arte realisiert. Seit 2010 leitet sie ihre eigene Produktionsfirma, die Video- und Multimediaprojekte für überregionale Medien entwickelt. Zusätzlich ist sie Herausgeberin der „Unkenpost“, eines Wissensmagazins für die Uckermark, das lokale und wissenschaftliche Themen verbindet.
Ihr Vortrag im Geo-Kolloquium, einer regelmäßigen Veranstaltungsreihe des Vereins, ist kostenfrei, Spenden werden jedoch gerne angenommen. Die Reihe setzt sich fort: Vier Wochen später, am 16. April, wird Vereinschef Andreas Buddenbohm über den Tagebau Hinterste Mühle referieren – den mit 150 Jahren ältesten aktiven Kiessandtagebau im Land.
Diese Veranstaltung unterstreicht die Bedeutung interdisziplinärer Diskussionen, die von der Mikroebene einzelner Zellen bis zu makroökonomischen und politischen Fragestellungen reichen. Sie lädt dazu ein, über industriellen Fortschritt und ökologische Nachhaltigkeit nachzudenken.



