Schwesig fordert von der Bahn: Alle Kräfte bündeln und Termine einhalten
Schwesig fordert von Bahn: Kräfte bündeln und Termine halten

Schwesig stellt klare Forderungen an die Deutsche Bahn

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), hat mit Nachdruck von der Deutschen Bahn klare Ansagen für die Fahrgäste im Nordosten Deutschlands verlangt. Hintergrund sind die erheblichen Verzögerungen bei den Sanierungsarbeiten auf der wichtigen Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin. Die Landeschefin betonte, dass es eine positive Nachricht sei, dass der Nah- und Fernverkehr auf der Strecke Hamburg-Schwerin-Rostock ab dem 15. Mai wieder aufgenommen werden soll.

Dringender Bedarf an verbindlichen Zusagen

„Das ist eine äußerst wichtige Information für alle, die diese Bahnverbindung regelmäßig nutzen, insbesondere für die zahlreichen Berufspendlerinnen und Berufspendler“, erklärte Schwesig in einer offiziellen Mitteilung. Nun müssten alle verfügbaren Kräfte gebündelt werden, um sicherzustellen, dass dieser angekündigte Termin tatsächlich eingehalten wird. Bis dahin müsse der Ersatzverkehr reibungslos und unter strikter Einhaltung der vereinbarten Qualitätsstandards funktionieren.

Darüber hinaus forderte die Ministerpräsidentin schnelle Klarheit von der Bahn bezüglich des vereinbarten Früh-ICE. „Wir benötigen jetzt umgehend verbindliche Informationen, ab wann dieser vereinbarte Früh-ICE tatsächlich verkehren wird“, so Schwesig. Gleichermaßen verlangte sie Transparenz für den 14. Juni, an dem die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin vollständig in Betrieb gehen soll – dies stellt eine Verschiebung um sechs Wochen gegenüber dem ursprünglichen Plan dar.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Auswirkungen des strengen Winters

Die erheblichen Verzögerungen bei den Sanierungsarbeiten sind hauptsächlich auf den strengen Winter zurückzuführen, der im Januar und Februar herrschte. Laut Angaben der Deutschen Bahn war das Hauptproblem, dass der Boden über mehrere Wochen hinweg festgefroren war, was das Ausheben der Kabelschächte für die Leit- und Sicherungstechnik unmöglich machte. Auch Arbeiten an den Oberleitungen, die eigentlich für Januar vorgesehen waren, konnten aufgrund der extremen Kälte nicht durchgeführt werden.

Schwesig betonte, dass es von größter Bedeutung sei, den neuen Termin am 14. Juni einzuhalten. „Und es muss in dieser Übergangszeit, trotz der Verschiebungen im Güterverkehr, insbesondere im Raum Güstrow weiterhin einen leistungsfähigen Nahverkehr geben“, forderte die Ministerpräsidentin.

Bedeutung der Bahnstrecke

Die 280 Kilometer lange Strecke verläuft durch fünf Bundesländer und zählt zu den wichtigsten Pendlerstrecken in Deutschland. Täglich nutzen rund 30.000 Fahrgäste den Fernverkehr auf dieser Verbindung, und insgesamt verkehren etwa 470 Züge pro Tag. Die Sanierungsarbeiten sind daher von großer volkswirtschaftlicher und verkehrspolitischer Relevanz für die gesamte Region.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration