SHIP-Studie in Greifswald startet neue Untersuchungswelle mit bis zu 1.000 Probanden
SHIP-Studie in Greifswald startet neue Untersuchungswelle

Greifswalder Langzeitgesundheitsstudie SHIP startet neue Untersuchungsphase

Fast drei Jahrzehnte nach ihrem Beginn tritt die bedeutende Langzeitgesundheitsstudie SHIP (Study of Health in Pomerania) in Vorpommern in eine neue Untersuchungswelle ein. Von März bis voraussichtlich Oktober dieses Jahres werden bis zu 1.000 Probandinnen und Probanden umfassend medizinisch untersucht, wobei viele von ihnen bereits seit dem Jahr 1997 zum sechsten Mal an der Studie teilnehmen.

Umfangreiche Untersuchungen über Generationen hinweg

Die Universitätsmedizin Greifswald (UMG) gab bekannt, dass die aktuellen Teilnehmenden heute zwischen 47 und 102 Jahre alt sind. Damit spannt die Studie einen beeindruckenden generationsübergreifenden Bogen, der einzigartige Einblicke in die gesundheitliche Entwicklung einer Region ermöglicht. Die SHIP-Studie zählt laut UMG zu den umfangreichsten bevölkerungsbezogenen Gesundheitsstudien weltweit und zeichnet sich durch ihre große Teilnehmerzahl sowie wiederholte Untersuchungen über einen extrem langen Zeitraum aus.

Medizinische Untersuchungen mit breitem Spektrum

Zu den standardmäßigen Untersuchungen gehören verschiedene Messungen, Ultraschalluntersuchungen, zahnmedizinische Analysen sowie ausführliche Interviews. Darüber hinaus werden den Teilnehmenden spezielle Zusatzuntersuchungen angeboten, wie beispielsweise Magnetresonanztomografien (MRT) oder umfassende Tests der Herz-Kreislauf- und Lungenfunktion. Bislang haben bereits 925 Menschen an allen fünf bisherigen Untersuchungswellen teilgenommen, während etwa 150 weitere Teilnehmende höchstens eine Untersuchungsrunde ausgelassen haben.

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Einladungsbasis und internationale Bedeutung

Wichtig zu beachten ist, dass SHIP-Untersuchungen ausschließlich auf Einladung möglich sind. Die gewonnenen Daten finden in zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsprojekten Verwendung und tragen somit maßgeblich zum medizinischen Erkenntnisgewinn bei. Das SHIP-Projekt besteht aus mehreren Kohorten mit teilweise unterschiedlichen Forschungsschwerpunkten, was die wissenschaftliche Tiefe der Studie zusätzlich unterstreicht.

Innovativer One-Health-Ansatz inklusive Haustiere

Ein besonders innovativer Aspekt der Studie ist der sogenannte One-Health-Ansatz, bei dem die Gesundheit von Menschen, Tieren und der Umwelt gemeinsam betrachtet wird. Ende 2025 wurde die erste Untersuchungswelle einer neuen Gruppe abgeschlossen, bei der seit Mai 2021 nicht nur fast 4.400 Menschen, sondern auch mehr als 1.000 Haustiere medizinisch untersucht wurden. Dieser ganzheitliche Ansatz ermöglicht ein umfassenderes Verständnis gesundheitlicher Zusammenhänge in unserer Lebenswelt.

Die SHIP-Studie bleibt damit ein wissenschaftliches Leuchtturmprojekt, das kontinuierlich wertvolle Daten zur Bevölkerungsgesundheit in Vorpommern generiert und gleichzeitig innovative Forschungsansätze verfolgt.

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