Überwältigende Solidarität nach verheerendem Brand in Pokrent
Die Region Nordwestmecklenburg zeigt nach einem schweren Scheunenbrand in Pokrent beeindruckende Solidarität. Anfang Februar 2026 geriet eine Scheune in Flammen, was zu erheblichen Schäden führte und eine großangelegte Hilfsaktion auslöste. Die Anteilnahme der Bevölkerung ist enorm, wie die bisher gesammelten Spenden von über 23.000 Euro eindrucksvoll belegen.
Feuerwehreinsatz verhindert Schlimmeres
In der Nacht vom 2. auf den 3. Februar 2026 waren mehr als 130 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren im Einsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Durch ihren engagierten Einsatz konnte verhindert werden, dass die Flammen auf das angrenzende Wohnhaus übergriffen. Allerdings zog das Löschwasser das Wohnhaus in Mitleidenschaft, was zu erheblichen Wasserschäden führte.
Kreiswehrführer Arne Borck erklärte vor Ort, dass das Feuer in der Scheune, in der unter anderem eine Pelletheizung untergebracht war, entstanden sei. Aufgrund von gelagerter Munition im Wohngebäude bestand zeitweise Explosionsgefahr, weshalb vorsorglich 113 Anwohner aus einem Umkreis von 1000 Metern evakuiert wurden. Mithilfe einer Riegelstellung, einer speziellen Wassersperre, konnten die Brandschützer jedoch Schlimmeres verhindern.
Spendenaktion bringt überwältigende Unterstützung
Zwei Familien haben auf einer Internetplattform eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um der betroffenen Familie bei notwendigen Sofortmaßnahmen zu helfen. Die Initiatoren, entfernte Verwandte der Anwohner, berichten, dass durch das Löschwasser der Keller unter Wasser gesetzt wurde und Wasser aus Wänden und Lichtschaltern lief und gefror.
Die Hilfsbereitschaft ist überwältigend: Hunderte Menschen haben bereits Beträge zwischen fünf und 500 Euro gespendet, sodass bis zum 10. Februar 2026 mehr als 23.000 Euro zusammengekommen sind. Die Initiatoren äußerten sich überrascht: „Mit so viel Unterstützung und Spendenbereitschaft hätten wir nicht gerechnet.“ Auch die betroffene Familie verfolgt den Verlauf der Aktion und ist von der großen Anteilnahme tief gerührt.
Folgen für die betroffene Familie
Die Scheune ist durch ein kleines Mittelgebäude mit dem Wohnhaus verbunden, was die Situation zusätzlich erschwert. Ein Teil der Familie konnte in den Wohnbereich im Obergeschoss zurückkehren, doch das Badezimmer im Untergeschoss ist nicht mehr nutzbar. Für die ältere Generation bedeutet dies, dass sie vorübergehend nicht in ihren altersgerechten Wohnbereich zurückkehren kann.
Die Initiatoren der Spendenaktion betonen: „Jede Spende, jede Nachricht und jedes Teilen des Aufrufs hilft der Familie enorm und gibt ihr in dieser schweren Zeit viel Rückhalt.“ Sie danken allen Unterstützern von Herzen und heben den starken Zusammenhalt in der Region hervor.
Die Brandschäden an der Scheune sind schwerwiegend, doch die Welle der Hilfsbereitschaft zeigt, wie eng die Gemeinschaft in Nordwestmecklenburg zusammenhält. Die Spendenaktion läuft weiter, um der Familie den notwendigen Wiederaufbau zu ermöglichen.



