Tauwetter-Alarm in Vorpommern: Feuerwehren bereiten sich auf mögliche Wassereinsätze vor
Tauwetter-Alarm: Feuerwehren bereiten sich auf Wassereinsätze vor

Tauwetter-Alarm in Vorpommern: Feuerwehren bereiten sich auf mögliche Wassereinsätze vor

Mit dem angekündigten Tauwetter und erwarteten Niederschlägen stehen die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk (THW) in der Region Vorpommern-Greifswald in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Einsatzkräfte sind gewappnet für mögliche Überflutungen von Straßen, vollgelaufene Keller und Schmelzwasserprobleme, betonen jedoch gleichzeitig die Eigenverantwortung der Grundstückseigentümer.

Einsatzkräfte in Bereitschaft, aber mit begrenzten Ressourcen

Marko Freuer, Wehrführer der Pasewalker Feuerwehr, erklärt die Situation deutlich: „Es ist ein wenig wie der Blick in die Glaskugel und orakeln. Niemand weiß genau, was kommt. Deshalb kann man sich darauf auch nicht so groß vorbereiten. Wir reagieren, wenn wir alarmiert werden.“ Die Feuerwehren verfügen über die notwendige Technik wie leistungsstarke Pumpen, jedoch sind zusätzliche Kräfte oder Geräte aufgrund der angespannten Haushaltslage vieler Kommunen nicht einfach verfügbar.

Auch Wolfgang Hahn, THW-Ortsbeauftragter in Pasewalk, bestätigt, dass Einsätze wegen Schmelzwassers oder Starkregens für das Hilfswerk nicht ungewöhnlich sind. „Das war in der Vergangenheit des Öfteren schon Thema gewesen.“ Das THW wird über die Leitstelle des Landkreises Vorpommern-Greifswald alarmiert und kann bei Bedarf ebenfalls mit starken Pumpen ausrücken.

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Bürger in der Pflicht zur Eigenvorsorge

Die Wehrführer betonen einhellig, dass Grundstückseigentümer selbst Vorkehrungen treffen müssen, um ihre Grundstücke und Keller vor Wassereinbrüchen zu schützen. Lars Cornelius, Wehrführer in Torgelow, weist darauf hin: „Bürger, die in schwierigen Lagen wohnen, müssen sich auch selbst absichern.“ Bei Notfällen könne die Feuerwehr zwar mit Sandsäcken und Pumpen helfen, doch zunächst müsse abgewartet werden, wie sich der angekündigte Regen auswirkt und wie schnell der gefrorene Boden auftaut.

In Torgelow hatten Kameraden bei einem jüngsten Einsatz in Heinrichsruh dafür gesorgt, dass eine Pferdekoppel nicht vollständig überflutet wurde. In Müggenburg sicherten sie einen Wohnbereich ab, um das Eindringen von Wasser zu verhindern.

Regionale Unterschiede in der Gefährdungslage

René Gosse, Wehrführer in Strasburg, hat besonders die Bahnhofstraße in Strasburg, den Siedlungsweg und die L32 im Blick, wo beim letzten Mal Wasser auf die Straße gelaufen war. „Möglicherweise würden einige Einsätze wegen vollgelaufener Keller dazukommen“, sagte er. Die Kameraden seien jedoch gewappnet und bereits auf solche Einsätze eingestellt.

Anders sieht die Situation in Ueckermünde aus. Enrico Panzlaff, Gemeindewehrführer in Ueckermünde, geht davon aus, dass die Feuerwehr nicht mit Pumpen Straßen oder Keller von Wassermassen befreien muss. „Bei uns ist es flacher als im Bereich Pasewalk“, begründet er. Weil die Landschaft um Pasewalk hügeliger sei, sei dort wegen des gefrorenen Bodens auch Wasser auf die Straßen oder in Keller gelaufen. „Wir müssen das auf uns zukommen lassen“, sagte Panzlaff. Die beiden Ueckermünder Wehren verfügten über die notwendige Technik und könnten bei Bedarf schnell vor Ort sein.

Vorbereitungen für das Wochenende

Die Wehrführer von Torgelow und Strasburg rechnen damit, dass es möglicherweise schon am kommenden Wochenende mit den Tauwetter- oder Regeneinsätzen losgehen könnte. Die Einsatzkräfte sind in Bereitschaft, doch die genauen Auswirkungen hängen von der Intensität der Niederschläge und der Geschwindigkeit des Bodenauftaus ab. Die Feuerwehren appellieren an die Bevölkerung, sich selbst vorzubereiten und bei Notfällen umgehend die Leitstellen zu kontaktieren.

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