Eskalation bei Walrettungs-Demonstration auf Poel
Bei einer emotional aufgeladenen Demonstration für die Rettung eines gestrandeten Buckelwals auf der Ostsee-Insel Poel in Mecklenburg-Vorpommern kam es am Abend zu einem Zwischenfall, der ein polizeiliches Eingreifen erforderte. Nach Angaben des Schweriner Umweltministeriums drangen mehrere Teilnehmer der Kundgebung in einen streng abgesperrten Bereich ein, der den Zugang zum Wasser blockieren sollte.
Polizei muss Demonstranten zurückdrängen
Polizeibeamte mussten laut einem Ministeriumssprecher knapp zehn Personen gewaltsam aus dem Sperrgebiet zurückdrängen. Rund um die Bucht, in der das sterbende Tier im flachen Wasser liegt, hatte die Polizei zuvor sämtliche Zugänge zum Wasser abgesperrt, um weitere Annäherungsversuche zu verhindern. An einem dieser Absperrpunkte hatten sich dem Sprecher zufolge am Abend etwa 50 Demonstranten versammelt, um für die Rettung des Wals zu protestieren.
Wiederholte Versuche, den Wal zu erreichen
Bereits in den vergangenen Tagen hatte es mehrfach Versuche gegeben, den gestrandeten Buckelwal zu erreichen, wie der Ministeriumssprecher weiter berichtete. Zuletzt war eine Frau im Neoprenanzug von einer Insel-Fähre ins Wasser gesprungen, um sich dem Tier zu nähern. Diese wiederholten Übergriffe auf die Sicherheitszone hatten die Behörden veranlasst, die Absperrmaßnahmen zu verstärken und strikt durchzusetzen.
Die Situation vor Ort bleibt angespannt, da der Wal weiterhin in der Bucht von Poel festsitzt und sein Zustand sich zusehends verschlechtert. Die Demonstranten fordern entschlossene Rettungsmaßnahmen, während die Behörden auf die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften pochen, um sowohl Mensch als auch Tier zu schützen.



