Erfolgreicher Zwischenschritt bei Wal-Rettung vor Poel
Die spektakuläre Rettungsaktion für einen vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwal hat einen wichtigen Etappenerfolg erzielt. Das Meeressäugetier befindet sich nun sicher in einem Lastkahn, der für den Weitertransport vorbereitet wird. Der Geldgeber der Aktion, Walter Gunz, ist überglücklich über den Fortschritt.
Gunz: „Noch nie so viel gebetet“
„Gott sei Dank. Gott sei Dank. Ich habe noch nie in meinem Leben so viel gebetet“, sagte der Mediamarkt-Gründer der Deutschen Presse-Agentur unmittelbar nach der gelungenen Aktion. Er selbst habe den entscheidenden Moment nicht am Bildschirm verfolgen können. „Ich habe es von der Karin gehört. Ich hatte keine Nerven mehr.“ Unternehmerin Karin Walter-Mommert ist ebenfalls Geldgeberin für das Wal-Rettungsprojekt.
Als er die Nachricht vernommen hatte, seien ihm die Tränen gekommen. „Man hat ja auch Ängste. Das war schon eine harte Zeit.“ Er sei nun einfach nur froh, dass es gelungen sei. „Ich habe ja auch zwischendurch immer wieder gedacht: 'Mein Gott, haben wir alles richtig gemacht?' Wir haben alles richtig gemacht. Denn: Was ist das Wertvollste? Das Leben!“ Mit diesem ersten Schritt zum Erfolg sei nun der Hauptteil des Krimis geschafft.
Mehrtägiger Transport per Schiff steht bevor
Das Tier bewegte sich am Nachmittag durch eine zuvor ausgebaggerte Rinne in die sogenannte Barge, nachdem Helfer ihn zuvor mit Gurten in diese Richtung gezogen hatten, wie auf Livestreams zu sehen war. Unter den Helfern brach Jubel aus. Die Barge ist eine Art transportables Schwimmbecken, in dem normalerweise Schiffe transportiert werden. Darauf soll der Wal nun auf einer mehrtägigen Reise Richtung Nordsee transportiert werden.
Der rund zwölf Meter lange Buckelwal war vor einigen Tagen in der Ostsee vor Poel gestrandet. Seitdem laufen die Rettungsbemühungen auf Hochtouren. Die Aktion wird von mehreren privaten Geldgebern unterstützt, darunter Walter Gunz und Karin Walter-Mommert. Der genaue Ablauf des Transports zur Nordsee wird noch finalisiert, doch die Verantwortlichen zeigen sich zuversichtlich, dass der Wal bald in sicherere Gewässer gebracht werden kann.



