Bundesminister Wildberger spricht in Ueckermünde: Bürokratieabbau und Ehrenpreise beim Rosenmontagsheringsessen
Wildberger in Ueckermünde: Bürokratieabbau und Ehrenpreise

Prominenter Besuch in Vorpommern: Bundesminister beim Rosenmontagsheringsessen

Der Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, Karsten Wildberger (CDU), hat beim traditionellen Rosenmontagsheringsessen der CDU in Ueckermünde gesprochen. In der gut besuchten „Strandhalle“ erläuterte er seine Pläne zur Beschleunigung der Staatsmodernisierung und zum Abbau von Bürokratie. Die Veranstaltung des CDU-Gemeindeverbands Ueckermünde/Stettiner Haff und des Kreisverbands Vorpommern-Greifswald lockte zahlreiche Gäste, darunter Ortsbürgermeister, Unternehmer und Parteimitglieder.

Staatssekretär Amthor als Türöffner

Dass der prominente Minister den Weg nach Ueckermünde fand, ist maßgeblich dem örtlichen Abgeordneten Philipp Amthor zu verdanken. Als Staatssekretär im Ministerium von Karsten Wildberger gelang es ihm, seinen Chef für die Veranstaltung zu gewinnen. Wildberger lobte Amthor in seiner Rede ausdrücklich als „jung, erfahren, durchsetzungsstark und rhetorisch begabt“ – eine seltene öffentliche Würdigung.

Konkrete Maßnahmen für weniger Bürokratie

In seinem Vortrag skizzierte der Minister konkrete Schritte zur Vereinfachung staatlicher Prozesse. So sollen zahlreiche Berichtspflichten, insbesondere in der Landwirtschaft, abgeschafft werden. Standardisierte Bauverfahren könnten Bauvorhaben deutlich günstiger machen, während die Genehmigung von Mobilfunkmasten von bisher drei Jahren auf nur eine Woche verkürzt werden soll. Zudem werden Digitalleistungen der Kommunen vereinheitlicht, um Bürgern einheitliche Services zu bieten.

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Ein besonderer Erfolg sei die Einigung mit den Bundesländern, 30 Prozent der Berichtspflichten abzuschaffen. Wildberger betonte die Notwendigkeit eigener deutscher Lösungen bei Cloud-Technologien und Künstlicher Intelligenz, um die Abhängigkeit von den USA zu verringern. Er rief dazu auf, trotz unterschiedlicher Lebensläufe in Ost und West gemeinsam für den Fortschritt Deutschlands zu arbeiten: „Unser Land kann so viel mehr, als wir uns zutrauen.“

Drei „Leuchttürme“ der Region geehrt

Im Anschluss an die Rede wurden drei Persönlichkeiten mit dem Ehrenpreis „Leuchtturm Stettiner Haff 2026“ ausgezeichnet:

  • Katrin Töpke, Direktorin des Tierparks Ueckermünde, wurde für ihre 13-jährige Führung, Organisationstalent und Entscheidungsstärke gewürdigt. Stadtpräsident Robert Kriewitz lobte ihren prägenden Einfluss auf Stadt und Region.
  • Robert Kriewitz selbst, Unternehmer und Kommunalpolitiker, erhielt den Preis für sein Engagement als Brückenbauer. Philipp Amthor hob seine Orientierungsfunktion „auch bei schlechtem Wetter“ hervor.
  • Dietrich Lehmann, Gründer der Mele-Unternehmensgruppe aus Torgelow, wurde von Landtagsvizepräsidentin Beate Schlupp für seine Ausdauer und Verantwortung als bodenständiger Unternehmer ausgezeichnet. Sein Unternehmen engagiert sich international, etwa mit Biogasanlagen in Dubai.

Weitere Ehrung für langjähriges Unternehmertum

Eine vierte Auszeichnung ging an den Gärtnermeister Ingo Rollik, der kürzlich das 75-jährige Bestehen seiner Ueckermünder Gärtnerei feierte. Kathleen Fleck, Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands, würdigte das familiäre Engagement und die Beständigkeit des Betriebs. Gerührt dankte Rollik seiner Frau Silvia und seinem Sohn Jan, ohne die dieses Jubiläum nicht möglich gewesen wäre.

Der Spitzenkandidat der CDU, Daniel Peters, nutzte die Veranstaltung zudem, um Kernpunkte für die anstehenden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern vorzustellen. Das Rosenmontagsheringsessen in Ueckermünde bleibt damit eine bedeutende Plattform für politischen Austausch und regionale Wertschätzung.

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