Fliegerhorst Oldenburg: Umweltministerium findet keine Hinweise auf vergrabene Giftstoffe
Oldenburg: Keine Giftstoff-Hinweise auf Fliegerhorst-Gelände

Fliegerhorst Oldenburg: Umweltministerium entkräftet Vorwürfe über vergrabene Giftstoffe

Das niedersächsische Umweltministerium hat nach umfangreichen Prüfungen keine Hinweise auf illegale Giftstoffablagerungen auf dem Areal des ehemaligen Fliegerhorstes in Oldenburg gefunden. Dies teilte die Stadt Oldenburg nach Auswertung aller verfügbaren Unterlagen und einem detaillierten Vor-Ort-Termin im Januar mit. Der Abschlussbericht des Ministeriums bestätigt, dass die bisherigen Sanierungsarbeiten auf dem Gelände, auf dem ein neues Wohnviertel entstehen soll, ordnungsgemäß durchgeführt wurden.

Oberbürgermeister begrüßt Ministeriums-Bestätigung

Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) zeigte sich erleichtert über die Ergebnisse: „Das Umweltministerium bestätigt damit unsere Auffassung, dass es sich bei den vermeintlichen unerlaubten Abfällen tatsächlich um Bodenablagerungen im Rahmen der geplanten Sicherungsmaßnahmen für dieses Areal handelt.“ Der SPD-Politiker betonte weiter: „Das sind gute Neuigkeiten für den Fliegerhorst, für alle Bürgerinnen und Bürger, die in diesem Stadtteil ihr neues Zuhause gefunden und sich gesorgt haben, und natürlich für die Umwelt insgesamt.“

Hintergrund: Vorwürfe und Untersuchungen seit 2024

Seit dem Frühjahr 2024 gab es Vorwürfe des unerlaubten Umgangs mit Abfällen auf dem ehemaligen Militärgelände. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt gegen drei Beschuldigte wegen des Verdachts, illegal Sondermüll am ehemaligen Schießstand vergraben zu haben. Dabei soll es sich unter anderem um asbesthaltiges und mit krebserregenden Stoffen belastetes Material gehandelt haben.

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Die Stadt Oldenburg hatte bereits in der vergangenen Woche ein Gutachten vorgelegt, das Entwarnung gab und keine Auffälligkeiten beim Grundwasser feststellte. Ein früheres Gutachten der Staatsanwaltschaft vom Ende Februar 2025 hatte dagegen in Bodenproben aus einer Tiefe von bis zu 3,90 Metern Giftstoffe gefunden, deren Konzentration Grenzwerte überschritten haben soll. Die Stadt ließ daraufhin das Grundwasser erneut prüfen – mit ähnlichem Ergebnis wie bei der ersten Analyse.

Ministerium schließt Fall nach gründlicher Prüfung ab

Nach Angaben der Stadt Oldenburg ist der Fall für das Umweltministerium nun abgeschlossen. Die umfassende Auswertung aller verfügbaren Dokumente und der Vor-Ort-Begehung im Januar habe keine Anhaltspunkte für unerlaubte Abfälle ergeben. Damit bestätigt das Ministerium die Position der Stadt, dass die Sanierung des Fliegerhorst-Geländes für das geplante Wohnviertel fachgerecht erfolgt ist.

Die Untersuchungen des Ministeriums umfassten:

  • Detaillierte Analyse historischer Unterlagen zum Gelände
  • Gründliche Vor-Ort-Begehung mit Experten im Januar
  • Auswertung aller bisherigen Gutachten und Bodenproben
  • Überprüfung der Sanierungsmaßnahmen und ihrer Dokumentation

Obwohl die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen die drei Beschuldigten fortsetzt, gibt das Umweltministerium damit grünes Licht für die weitere Entwicklung des Wohnviertels auf dem ehemaligen Fliegerhorst-Gelände in Oldenburg.

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