St. Pauli-Boss Bornemann kritisiert Kapitän Irvine scharf
Bornemann kritisiert Irvine: St. Pauli-Kapitän in der Kritik

Der FC St. Pauli steckt in einer sportlichen Krise, und nun gibt es auch noch internen Zoff. Club-Boss Andreas Bornemann hat Kapitän Jackson Irvine öffentlich scharf kritisiert. Grund sind Aussagen des Australiers zur aktuellen Situation des Zweitligisten.

Bornemann: Irvine soll sich auf Sport konzentrieren

In einem Interview mit der „Bild“-Zeitung ließ Bornemann kein gutes Haar an seinem Kapitän. „Ich bin enttäuscht von Jacksons Aussagen. Er sollte sich lieber auf seine Aufgaben auf dem Platz konzentrieren, statt öffentlich Stimmungsmache zu betreiben“, so Bornemann. Der 52-Jährige kritisierte vor allem, dass Irvine die sportliche Talfahrt des Clubs in den Medien thematisiert hatte.

Irvine hatte nach der jüngsten Niederlage gegen den Hamburger SV von einer „schwierigen Situation“ gesprochen und die Mannschaft in der Pflicht gesehen. Bornemann sieht das anders: „Wir haben eine klare Hierarchie im Verein. Wenn es Probleme gibt, werden die intern besprochen und nicht über die Presse ausgetragen.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

St. Pauli: Krise auf dem Platz

Der FC St. Pauli steckt tief im Abstiegskampf der 2. Bundesliga. Nach 20 Spieltagen steht das Team nur auf Platz 16, der den Relegationsplatz bedeutet. Die Mannschaft hat zuletzt vier Spiele in Folge verloren und wirkt verunsichert. Bornemann fordert nun Geschlossenheit: „Wir müssen jetzt alle an einem Strang ziehen. Das gilt für Spieler, Trainer und Verantwortliche. Öffentliche Kritik hilft uns nicht weiter.“

Ob die Kritik des Bosses Wirkung zeigt, bleibt abzuwarten. Irvine selbst wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Trainer Fabian Hürzeler stellte sich jedoch hinter seinen Kapitän: „Jackson ist ein wichtiger Führungsspieler für uns. Er hat das Recht, seine Meinung zu sagen. Aber natürlich müssen wir intern die richtigen Schlüsse daraus ziehen.“

Die Fans des Kiezclubs reagieren gespalten. Während einige Bornemanns deutliche Worte begrüßen, kritisieren andere den Boss für die öffentliche Schelte. „So etwas gehört hinter verschlossene Türen“, schrieb ein Fan im Netz. Ein anderer meinte: „Endlich sagt mal einer die Wahrheit. Irvine sollte lieber auf dem Platz führen statt im Interview.“

Der FC St. Pauli muss am kommenden Wochenende beim Karlsruher SC ran. Ein Sieg wäre enorm wichtig, um den Anschluss an das Mittelfeld nicht zu verlieren. Ob die Mannschaft die nötige Ruhe dafür findet, wird sich zeigen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration