Million um Million wird in Rostock investiert: In der kommenden Woche gibt es in der Rostocker Südstadt einen Grund zum Feiern. An der Erich-Schlesinger-Straße laufen die Bauarbeiten für das neue Brandschutz- und Rettungszentrum der Hansestadt. Der Grundstein wurde bereits im September 2025 gelegt. Das Gesamtprojekt umfasst Investitionen von rund 120 Millionen Euro und erstreckt sich über mehrere Bauabschnitte bis in die 2030er-Jahre.
Erweiterungsbau und integrierte Leitstelle bereits fertig
Bereits in den Jahren 2021 bis 2024 wurde hinter der aktuellen Feuerwache ein Erweiterungsbau errichtet, unter anderem für die neue integrierte Leitstelle. Von dort aus werden Einsätze in Rostock rund um die Uhr koordiniert. Für diesen ersten Bauabschnitt wurden 32 Millionen Euro verbaut. Damit war die erste Etappe für das moderne Zentrum für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz geschafft. Doch die Bauarbeiten gehen weiter.
Zentrale Rettungswache Süd entsteht
Im laufenden Bauabschnitt 2 wird die Zentrale Rettungswache Süd neu gebaut. Geplant ist eine Fahrzeughalle für den Rettungsdienst mit 18 Stellplätzen. Im Erdgeschoss entstehen Umkleide- und Sanitärräume, Lager, Werkstätten, eine Desinfektionshalle sowie Technikräume. „Ruheräume, Büros, Aufenthaltsräume und die Technikzentrale sind für die beiden Obergeschosse vorgesehen“, teilt der städtische Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) mit. Laut Stadtsprecher Ulrich Kunze wird „in Kürze die Bodenplatte für die Fahrzeughalle des Rettungsdienstes geschüttet“.
Neubau für freiwillige Feuerwehr und Katastrophenschutz
Parallel dazu entsteht im Bauabschnitt 3 der Neubau für die freiwillige Feuerwehr und den Katastrophenschutz. Dieser umfasst eine Fahrzeughalle mit 15 Stellplätzen für die Freiwillige Feuerwehr Stadt-Mitte und den Katastrophenschutz. Zudem sind eine Waschhalle, Lagerräume und zentrale Alarm-Umkleiden mit Sanitärbereichen vorgesehen. In den Obergeschossen werden Büros, Sozial- und Aufenthaltsräume, ein Sportraum sowie ein Schulungsraum eingerichtet. Eine Dachterrasse rundet das Angebot ab.
Deckenfest statt Richtfest
Eine Stahlbaufirma kümmert sich um die „Herstellung des Dachtragwerks für die Fahrzeughalle des Katastrophenschutzes“. Sobald dieser Arbeitsschritt abgeschlossen ist, wird ein Deckenfest gefeiert. „Im Prinzip ist das ein Richtfest, das bei Gebäuden gefeiert wird, bei denen es keinen Dachstuhl gibt“, erklärt KOE-Sprecher Arndt Draheim. Die Bauarbeiten liegen laut Draheim derzeit im Zeitplan.
Kosten und Zeitplan
Die Baukosten für die beiden aktuellen Bauabschnitte (2 und 3) belaufen sich auf insgesamt 45 Millionen Euro. Die Fertigstellung dieser Arbeiten ist für 2028 geplant. Anschließend soll die Sanierung der alten Feuerwache aus den 1980er-Jahren in Angriff genommen werden (Bauabschnitt 4). Diese Sanierung kann erst nach Fertigstellung der anderen Bauabschnitte erfolgen, da die Nutzer dann in die neuen Gebäude umziehen können. Laut KOE wird eine Sanierungszeit von vier Jahren, also bis 2032, und Kosten in Höhe von 42,9 Millionen Euro avisiert. Insgesamt werden damit rund 120 Millionen Euro für die Sicherheit Rostocks an der Erich-Schlesinger-Straße verbaut.



