Ein unscheinbarer Fund im Keller hat die Stadtgeschichte von Demmin neu geschrieben. Der Heimatforscher David Krüger präsentierte kürzlich dem Ausschuss für Soziales, Schulen und Kultur der Stadtvertretung ein Porträt von Carl Hagemeister – das erste bekannte Bild dieses Bürgermeisters. Das Gemälde war 40 Jahre lang im Keller einer Familie aus Bremen vergessen, die Nachkommen Hagemeisters sind. Nach dem Aufräumen wurde es entdeckt und dem Museum übergeben.
Erstes Bild von Bürgermeister Carl Hagemeister
Johann Carl Friedrich Hagemeister war von 1857 bis 1869 Bürgermeister der Hansestadt Demmin. Bislang gab es kein Bild von ihm. Die Schenkung schließt eine wichtige Lücke in der lokalen Geschichtsschreibung. Die Familie übergab zudem weitere Dokumente, darunter Programmhefte des Peene-Sängerbundes von 1873. Diese sind besonders wertvoll, da viele historische Unterlagen durch den Stadtbrand nach Kriegsende 1945 zerstört wurden.
DDR-Schild als weiterer Fund
Jörg Küthe, stellvertretender Bürgermeister und Leiter des Ordnungsamtes, übergab ebenfalls einen Fund: ein großes Schild mit der Aufschrift „Rat der Stadt Demmin“ aus DDR-Zeiten, verziert mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Der Fund sorgte für Heiterkeit, wurde aber als wichtiges Zeitdokument in die Sammlung aufgenommen. David Krüger bedankte sich im Namen des Heimatvereins, der die Sammlungen im Auftrag der Stadt betreut.



