Nach kaltem Winter: Bauarbeiten an der Ostsee gehen weiter – mit Vollsperrung
Nach einer langen Winterpause, die durch den ungewöhnlich kalten Winter verlängert wurde, werden die Bauarbeiten in der Rostocker Straße im Ostseebad Warnemünde nun wieder aufgenommen. Ab Montag, dem 2. März, rollen die Bagger erneut, und Verkehrsteilnehmer müssen sich auf eine Vollsperrung sowie eine ausgeschilderte Umleitung einstellen. Ursprünglich war der Baustart für Anfang Januar geplant, doch die hohen Minusgrade der vergangenen Wochen haben zu erheblichen Verzögerungen geführt.
Bauverzögerungen durch kalten Winter
Mit einer Verzögerung von etwa zwei Monaten beginnt nun der nächste Bauabschnitt, wie Katharina Köller für Nordwasser mitteilt. Das Unternehmen ist für die Erneuerung des gesamten Trinkwassersystems in der Straße verantwortlich. Für den dritten Bauabschnitt muss die Rostocker Straße auf Höhe der Hausnummer 16 bis zur Kreuzung Fritz-Reuter-Straße vollständig gesperrt werden. Die Umleitung für den Verkehr führt über die Straße Zum Zollamt und ist klar gekennzeichnet.
Umfangreiche Arbeiten seit März vergangenen Jahres
Die Bauarbeiten in der Rostocker Straße laufen bereits seit März des vergangenen Jahres und stellen ein Gemeinschaftsprojekt von Nordwasser, den Stadtwerken Rostock und der Hansestadt dar. Während der Urlaubssaison 2025 im Juli und August sowie seit Mitte Dezember wurden Baupausen eingelegt, um den Verkehr in dieser Zeit wieder freizugeben. Insgesamt sind vier Bauabschnitte für die Gesamtmaßnahme vorgesehen, die voraussichtlich Ende Juni abgeschlossen sein soll.
Erneuerung historischer Leitungen
Nordwasser erneuert auf einer Strecke von rund 300 Metern das gesamte Trinkwassersystem in der Rostocker Straße. Dies umfasst eine wichtige Haupttransportleitung für den Stadtteil, die aufgrund ihres Alters saniert werden muss. Teile dieser Leitung stammen noch aus der Zeit der Ersterschließung von Warnemünde im Jahr 1904. Zusätzlich werden Versorgungsleitungen optimiert, Hausanschlüsse angepasst sowie Schmutz- und Regenwasserkanäle neu gebaut. Die Investitionssumme für diese Maßnahmen beläuft sich auf etwa 1,2 Millionen Euro.
Parallel dazu erweitern die Stadtwerke Rostock die Fernwärmeversorgung an den Kreuzungen Fritz-Reuter-Straße und Johann-Sebastian-Bach-Straße. Im Anschluss an diese Arbeiten wird die Hansestadt die Straßendecke erneuern, um die Infrastruktur langfristig zu verbessern. Diese umfassenden Sanierungsarbeiten sind entscheidend für die nachhaltige Entwicklung des Ostseebads und sollen die Versorgungssicherheit für die Bewohner und Besucher erhöhen.



