Buckelwal "Timmy" erneut in Not: Festgeschwommen in Wismarer Bucht
Buckelwal "Timmy" erneut in Wismarer Bucht festgeschwommen

Buckelwal "Timmy" erneut in der Wismarer Bucht festgeschwommen

Der vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns gesichtete Buckelwal hat sich erneut in flachem Wasser festgeschwommen. Das teilten Umweltminister Till Backhaus (SPD) und die Umweltorganisation Greenpeace bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit. Der Meeressäuger, der inzwischen den Namen "Timmy" trägt, wurde am Nachmittag in der Bucht vor Wismar beobachtet.

Umweltminister äußert Besorgnis über unvorhersehbares Verhalten

Minister Backhaus zeigte sich besorgt über die Entwicklung. „Er hat sich nicht an die Route gehalten“, bedauerte der Politiker und fügte hinzu: „Ich hoffe inständig, dass wir noch ein gutes Ende finden.“ Der Wal war zunächst frei schwimmend gesichtet worden, doch nach einigen Stunden saß er wieder fest.

Der Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack erläuterte die genaue Lage: Das Tier sitze in der Kirchsee, einem Teil der Wismarer Bucht, fest. „Leider hat der Wal das gemacht, was er will, und ist in die Bucht hineingeschwommen“, so Maack. Die Situation sei kritisch, da das flache Wasser die Bewegungsfreiheit des großen Meeressäugers erheblich einschränke.

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Rettungsteams vor Ort im Einsatz

Um den Wal zu beobachten und mögliche Rettungsmaßnahmen vorzubereiten, sind mehrere Teams im Einsatz:

  • Greenpeace und die Wasserschutzpolizei sind mit jeweils einem Schlauchboot vor Ort.
  • Eine Flugdrohne wird eingesetzt, um die Lage aus der Luft zu überwachen.
  • Experten beobachten das Verhalten des Wals kontinuierlich.

Vorgeschichte: Von Schleswig-Holstein nach Mecklenburg-Vorpommern

Der Buckelwal hat bereits eine bewegte Geschichte hinter sich:

  1. In der Nacht zum 23. März strandete er zunächst auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein.
  2. Dank der Hilfe von Rettungskräften, die eine Rinne aushoben, gelang es dem Tier, das flache Wasser zu verlassen.
  3. Am Samstag wurde er dann erneut gesichtet – dieses Mal vor Wismar in Mecklenburg-Vorpommern.
  4. Nun hat sich der Wal wieder in der flachen Bucht festgeschwommen, was die Sorgen der Experten erneut verstärkt.

Die Rettungsbemühungen konzentrieren sich darauf, den Wal behutsam in tieferes Wasser zu lotsen, ohne das Tier zusätzlichem Stress auszusetzen. Die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Umweltorganisationen soll dabei optimale Bedingungen für eine erfolgreiche Rettung schaffen.

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