Entscheidung über Schicksal des gestrandeten Buckelwals steht bevor
Die Zukunft des kranken Buckelwals, der seit etwa einer Woche vor der Küste der Insel Poel in der Ostsee gestrandet ist, soll am heutigen Nachmittag geklärt werden. Um 16:00 Uhr werden die zentralen Ergebnisse eines umfassenden veterinärmedizinischen Gutachtens präsentiert, das Aufschluss über den Gesundheitszustand und die Überlebenschancen des Meeressäugers geben soll.
Umweltminister Backhaus leitet Pressekonferenz auf Poel
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) wird gemeinsam mit führenden Wildtierexperten auf der Insel Poel die Untersuchungsergebnisse vorstellen. Das Umweltministerium bestätigte, dass an der Veranstaltung Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Meeresmuseums sowie des Instituts für terrestrische und aquatische Wildtierforschung teilnehmen werden.
Minister Backhaus hatte bereits am Montag angekündigt, dass die finale Entscheidung über weitere Maßnahmen ausschließlich auf Grundlage des Fachgutachtens getroffen werden soll. Ein erneuter Rettungsversuch mit speziellen Katamaranen wird dabei ernsthaft in Erwägung gezogen, sofern die medizinische Beurteilung dies rechtfertigt.
Verbesserte hydrologische Bedingungen in der Bucht
Laut aktuellen Daten des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie hat sich die Situation vor Ort in hydrologischer Hinsicht leicht verbessert. Der Wasserpegel in der Bucht vor Poel ist wieder angestiegen, was technische Rettungsmaßnahmen grundsätzlich erleichtern könnte. Dennoch bleibt der Wal seit Tagen an derselben Position liegen, was auf einen kritischen Gesundheitszustand hindeutet.
Das erwartete Gutachten wird nicht nur den aktuellen physischen Zustand des Tieres dokumentieren, sondern auch eine professionelle Einschätzung enthalten, ob und wie der Buckelwal wieder in tiefere Gewässer gebracht werden könnte. Die Entscheidung von Minister Backhaus wird mit Spannung erwartet, da sie über Leben und Tod des seltenen Ostseegastes entscheiden könnte.



