DDR-Inlandsflüge: Wie Urlauber in wenigen Stunden an die Ostsee kamen
DDR-Inlandsflüge: Schnell an die Ostsee

DDR-Inlandsflüge an die Ostsee

In der DDR gab es von 1957 bis 1980 Inlandsflüge, die Urlauber in wenigen Stunden an die Ostsee brachten. Zielflughäfen waren zunächst Barth und ab 1964 Heringsdorf auf Usedom. Die Flüge starteten von Erfurt, Leipzig, Dresden und Berlin-Schönefeld.

Ein teures Vergnügen

Die Flüge waren teuer: 1969 kostete ein Hin- und Rückflug Berlin-Barth 88 DDR-Mark, bei einem Durchschnittseinkommen von etwa 700 Mark. Dennoch gab es vergünstigte Kombi-Tickets mit der Bahn, sogenannte FLEI-Fahrkarten.

Betriebskollektive und Prominenz

Betriebe finanzierten Flüge für ihre Mitarbeiter als Prämie. 1975 nutzten rund 72.400 Passagiere den Flugplatz Heringsdorf. Prominenter Gast war Louis Armstrong, der 1965 in Barth landete.

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Zeitersparnis und Niedergang

Die Flugzeit von Leipzig nach Barth betrug 90 Minuten, während die Bahn über acht Stunden brauchte. In den 1970er Jahren holte die Reichsbahn auf, und die Motorisierung nahm zu. Die zweite Erdölkrise 1979/1980 beendete den Inlandsflugverkehr.

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