Einheitliches Konzept für Wal-Strandungen bis Herbst gefordert
Einheitliches Konzept für Wal-Strandungen bis Herbst

Nach dem wochenlangen Drama um einen mehrfach gestrandeten Buckelwal in der Ostsee sollen konkrete Konsequenzen folgen. Die Umweltminister der Länder haben beschlossen, dass bis zum Herbst ein bundesweit einheitliches Konzept für den Umgang mit Wal-Strandungen erarbeitet werden soll. Dies gab das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns zum Abschluss der Frühjahrskonferenz der Umweltminister in Leipzig bekannt.

Hintergrund: Drama um Buckelwal

Der Vorfall hatte in den vergangenen Wochen bundesweit für Aufsehen gesorgt. Ein geschwächter Buckelwal war mehrfach vor der Ostseeküste gestrandet. Schließlich wurde das Tier von einer privaten Initiative in einem gefluteten Transportschiff in die Nordsee gebracht. Seitdem ist unklar, ob der Meeressäuger überlebt hat. Wissenschaftler hatten die Aktion kritisch bewertet, das Umweltministerium in Schwerin duldete sie nach anfänglichem Zögern.

Forderung nach klaren Strukturen

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) betonte: „Solche Einsätze sind hochkomplex. Es braucht klare Verantwortlichkeiten, abgestimmte Prozesse und eine gemeinsame Linie über Ländergrenzen hinweg.“ Der Beschluss zeige, dass die Politik die Sache ernst nehme und Konsequenzen daraus entwickle. Die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Nord- und Ostsee wurde beauftragt, die Vorschläge bis zur nächsten Umweltministerkonferenz im Herbst vorzulegen.

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Mehr Meeresschutz gefordert

Backhaus forderte zudem einen stärkeren Schutz der Meere. Es müssten Rückzugsräume geschaffen werden, in denen sich Arten und Lebensräume ohne Beeinträchtigungen durch menschliche Nutzung erholen könnten. „Solche geschützten Bereiche sind ein zentraler Baustein für den Schutz von Meeressäugern, weil sie Störungen reduzieren und sichere Rückzugsräume schaffen“, so der Minister.

Die Diskussion um den Umgang mit gestrandeten Walen hatte in den vergangenen Jahren immer wieder für Debatten gesorgt. Ein einheitliches Konzept soll nun sicherstellen, dass künftige Fälle schneller und koordinierter bearbeitet werden können.

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