Grenzkontrollen am Radweg nach Polen eingestellt
Am Grenzübergang am Radweg zwischen Rieth und dem polnischen Nowe Warpno, besser bekannt als Neuwarp, herrscht aktuell eine ungewohnte Ruhe. Die strengen Einreisekontrollen, die über Monate hinweg das Bild prägten, sind offenbar beendet oder zumindest ausgesetzt. Vor Ort sind keine polnischen Grenzschützer oder Soldaten mehr zu sehen, stattdessen steht lediglich eine einzelne mobile Toilette am Übergang.
Monatelange Kontrollen waren an der Tagesordnung
Noch bis Ende des vergangenen Jahres mussten Fußgänger und Radfahrer, die die deutsch-polnische Grenze entlang des beliebten Küstenradweges passierten, regelmäßig ihre gültigen Personaldokumente vorzeigen. Die Kontrollen waren Teil verstärkter Maßnahmen auf polnischer Seite und prägten über einen längeren Zeitraum das Geschehen an diesem ansonsten ruhigen Grenzpunkt. Jeder, der die Grenze überquerte, war verpflichtet, anzuhalten und Ausweise oder Reisepässe bereitzuhalten.
Polnische Maßnahmen zur Migrationskontrolle
Die polnische Regierung hatte die Kontrollen an den Grenzen zu Deutschland und Litauen am 7. Juli 2025 eingeführt. Offiziell dienten diese Maßnahmen dazu, illegale Migration einzudämmen. Gleichzeitig wurden sie als Reaktion auf deutsche Kontrollen von Bundespolizei und Zoll interpretiert, die bereits seit Oktober 2023 durchgeführt werden. Wie lange der Grenzübergang in seinem aktuellen, kontrollfreien Zustand bleibt oder ob in Zukunft erneut Kontrollen eingerichtet werden, ist derzeit unklar.
Bundespolizei hat keine Informationen
Auf Nachfrage konnte die Bundespolizei keine Aussage zu den Aktivitäten der polnischen Grenzschutzbehörden treffen. Man habe dort keine Informationen über deren derzeitige Tätigkeiten, hieß es. Für die Radfahrer und Spaziergänger, die nun die Grenze passieren, erinnert kaum noch etwas an die Zeit der regelmäßigen Überprüfungen. Der einst stark überwachte Übergang wirkt damit wieder unscheinbar und friedlich, was den Verkehr entlang der Küste deutlich erleichtert.



