Krisentreffen: Schulze trifft VW-Vorstand wegen Bohai-Auftragsverlagerung
Krisentreffen zu Bohai: Schulze und VW-Vorstand beraten

Einem Pressebericht zufolge steht der Autozulieferer Bohai vor dem Verlust eines wichtigen Auftrags. Der VW-Konzern, der seit Jahrzehnten Aluminiumteile von Bohai bezieht, plant offenbar, diese Produktion nach China zu verlagern. Dies könnte massive Auswirkungen auf die Harzregion haben, wo Bohai und der Zulieferer Schlote insgesamt rund 1.300 Arbeitsplätze gefährden.

Bürgermeister schlägt Alarm

Auf einer Demonstration vor den Werkstoren in Harzgerode am Dienstag äußerte sich Bürgermeister Marcus Weise (CDU) deutlich: „VW will die Teile, die hier produziert werden, nach China verlagern.“ Diese Aussage bestätigt die Befürchtungen vieler Mitarbeiter und der lokalen Politik. Die Region Harz, die bereits wirtschaftlich angeschlagen ist, würde einen solchen Verlust hart treffen.

Krisentreffen mit VW-Vorstand

Als Reaktion auf die drohende Auftragsverlagerung hat Ministerpräsident Reiner Schulze (SPD) ein Krisentreffen mit dem Einkaufsvorstand von VW einberufen. Ziel des Treffens ist es, die Zukunft der Arbeitsplätze in der Region zu sichern und mögliche Alternativen auszuloten. Schulze betonte die Bedeutung der Automobilzulieferer für die Wertschöpfungskette in Sachsen-Anhalt und kündigte an, sich für den Erhalt der Produktion einzusetzen.

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Hintergrund der Krise

Die Insolvenz von Bohai und Schlote hat die Region bereits schwer getroffen. Die Unternehmen waren jahrzehntelang wichtige Arbeitgeber und Zulieferer für die Automobilindustrie. Die Verlagerung der Aufträge nach China würde nicht nur Arbeitsplätze kosten, sondern auch die industrielle Basis der Region schwächen. Experten warnen vor einem Dominoeffekt, der weitere Zulieferer und Dienstleister in Mitleidenschaft ziehen könnte.

Die Gespräche zwischen Schulze und VW sollen in den kommenden Tagen stattfinden. Die Belegschaft und die örtliche Politik hoffen auf eine positive Wendung. Die Landesregierung prüft zudem mögliche Unterstützungsmaßnahmen, um die Arbeitsplätze in der Harzregion zu erhalten.

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