Loitzer Badeanstalt-Umbau: Erster Meilenstein schneller als geplant erreicht
Loitzer Badeanstalt: Erster Bauabschnitt vorfristig fertig

Loitzer Badeanstalt-Umbau: Erster Meilenstein schneller als geplant erreicht

Bei der naturnahen Umgestaltung der Loitzer Badeanstalt ist ein entscheidender Schritt erfolgreich abgeschlossen worden. Die Sanierung der rund 40 Meter langen Spundwand zum Peenekanal hin, die als Basis für alle weiteren Bauarbeiten dient, wurde sogar vorfristig fertiggestellt. Dies teilten Geschäftsführer Sebastian Raus von den Stadtwerken und Bauingenieurin Diana Hoth aus Jarmen in der ersten Stadtvertretersitzung des Jahres 2026 mit.

Finanziell und zeitlich alles im Plan

Nicht nur baulich, sondern auch finanziell läuft das Großprojekt nach Angaben der Verantwortlichen vollständig im Rahmen. Das Vorhaben mit einem veranschlagten Budget von 639.000 Euro profitiert von einer LEADER-Förderung in Höhe von 312.000 Euro sowie einem Zuschuss von 30.000 Euro aus dem Vorpommernfonds. „Zurzeit läuft es richtig gut“, äußerte Stadtwerkechef Sebastian Raus mit Blick auf den Bauablauf in der beliebten Freizeiteinrichtung.

Die Spundwand, deren Elemente mehr als zehn Meter in die Tiefe reichen, wurde ursprünglich für Mitte März als Fertigstellungstermin geplant. Dieser Termin war aus naturschutzrechtlicher Sicht wegen der Brut- und Setzzeiten festgelegt worden. Durch optimale Bedingungen konnte der wichtige Bauabschnitt jedoch früher abgeschlossen werden.

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Winterliche Bedingungen als unerwarteter Vorteil

Ein ungewöhnlich harter Winter erwies sich für die Bauarbeiten als unerwarteter Glücksfall. Ursprünglich war vorgesehen, die notwendigen Ramm- und Rüttelarbeiten vom Wasser aus durchzuführen, wofür eine schwimmende Plattform benötigt worden wäre. Dank des tiefgefrorenen Bodens konnten die schweren Baumaschinen stattdessen vom Ufer aus bis an die Wasserkante heranfahren.

„Glücklicherweise hat das so gut geklappt“, erklärte Sebastian Raus den Stadtvertretern. „In vielen anderen Jahren haben wir da oft mit Hochwasser zu kämpfen, da wäre das gar nicht möglich gewesen.“ Die Verantwortlichen machten somit aus der Not mit dem strengen Winter eine Tugend und beschleunigten den Baufortschritt.

Herausforderungen und Lösungen

Auch unvorhergesehene Entdeckungen auf dem Baugelände konnten gemeistert werden. Die Arbeiter stießen auf alte Fundamente im Untergrund, von denen zuvor niemand Kenntnis hatte. „Aber wir haben da eine Lösung gefunden, bei der wir drumherum arbeiten“, schilderte Geschäftsführer Raus. Trotz dieser zusätzlichen Herausforderungen bleibe das Projekt sowohl zeitlich als auch finanziell im geplanten Rahmen.

Die Bauleute erhielten besondere Anerkennung für ihr Engagement. „Sie haben sich trotz der niedrigen Temperaturen so ins Zeug gelegt“, lobten sowohl Raus als auch Hoth die Arbeit der Spezialtiefbaufirma TBJ aus Jarmen.

Zukunftspläne für das Naturbad

Durch die durchgängige Spundwand wurde zur Landseite hin ein abgetrenntes Becken geschaffen, in dem künftig der Nichtschwimmerbereich entstehen soll. In der finalen Bauphase sind zwei Öffnungen in der Wand zum Peenekanal geplant, um den gewünschten Durchfluss und einen kontinuierlichen Wasseraustausch zu ermöglichen.

Das Vorhaben beschäftigt nicht nur die Lokalpolitik, sondern findet auch bei Bürgern und Interessierten von außerhalb große Beachtung. Die Loitzer Badeanstalt gilt als Magnet für Einheimische ebenso wie für Touristen und soll nach der Umgestaltung zu einem Naturbad ein neues Aushängeschild für die gesamte Region Vorpommern werden.

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