Ostsee-Wal in Lebensgefahr: Polizei dämpft Hoffnung nach tagelanger Suche
Ostsee-Wal in Lebensgefahr: Polizei dämpft Hoffnung

Ostsee-Wal in Lebensgefahr: Polizei dämpft Hoffnung nach tagelanger Suche

Seit Tagen bangt Deutschland um das Schicksal eines Buckelwals in der Ostsee. Das Tier hatte sich am Montag auf einer Sandbank in der Lübecker Bucht vor Timmendorfer Strand festgesetzt. In einer aufwendigen Rettungsaktion gruben Polizisten, Umweltschützer und Freiwillige dem Wal eine Rinne, durch die er sich in der Nacht zu Freitag befreien konnte. Seither irrt der Meeressäuger jedoch orientierungslos durch die Ostsee, während die Suche nach ihm unvermindert weitergeht.

Polizei äußert sich pessimistisch

Polizeioberkommissar Holger Kraus von der Wasserschutzpolizei in Wismar zeigt sich wenig optimistisch: „Während meiner Dienstjahre hatte ich mit zwei oder drei Walen dieser Größenordnung zu tun, die sich zu uns verirrt hatten. Überlebt hat leider keiner.“ Kraus, der seit 30 Jahren auf der Ostsee im Dienst ist, schickte am Samstagmorgen erneut Kollegen auf Suchmission, bleibt aber realistisch: „Man weiß nie. Vielleicht klappt es ja diesmal.“

Großangelegte Suchaktion im Gange

Die Polizei setzt zwei Boote für die Suche ein. Das 13,20 Meter lange Streifenboot „Uecker“ übernimmt den Abschnitt zwischen Boltenhagen in Mecklenburg-Vorpommern und Travemünde in Schleswig-Holstein. Ein weiteres Polizeiboot stach in Warnemünde in See und sucht östlich gelegene Strandabschnitte ab. Der Wal schwamm zunächst Richtung Osten, später im Zickzack zwischen Travemünde und Boltenhagen, wobei er stets in Ufernähe und an gefährlichen Sandbänken blieb.

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Rettungsversuche werden fortgesetzt

Am Freitagabend hatten die Suchmannschaften die Suche vorübergehend abgebrochen, um dem Tier Ruhe zu gönnen. Seit Samstagmorgen laufen die Bemühungen jedoch wieder auf Hochtouren. Das Ziel ist klar: Den Wal Richtung Nordsee und schließlich in den Atlantik zu lotsen. Bislang wurde der Buckelwal jedoch nicht wieder gesichtet. Auch Umweltschützer und die Küstenwache, die am Abend in den Hafen von Travemünde eingelaufen war, setzen ihre Hoffnung auf einen erfolgreichen Ausgang der Rettungsaktion.

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