Nach der viel beachteten Rettungsaktion um einen verirrten Buckelwal in der Ostsee sorgt nun ein Streit um die Art und Weise seiner Freilassung für Aufsehen. Der MediaMarkt-Mitgründer und Finanzier der privaten Rettungsaktion, Walter Gunz, geht vor der Kamera hart mit der Bootscrew ins Gericht. Er erhebt schwere Vorwürfe, darunter mutmaßliche Tierquälerei und den Verdacht, dass Videoaufnahmen der Freilassung bewusst verhindert worden seien.
Vorwürfe gegen den Kapitän
Gunz äußerte sich empört über die Aussagen des Kapitäns: „Dieser Kapitän hatte gesagt: Gott sei Dank ist das Drecksvieh jetzt draußen. So etwas zu einem Tier, das so viel erleiden musste, das tut mir in der Seele weh. Es zeigt eine tiefe Unmenschlichkeit.“ Der Finanzier vermutet, dass die Freilassung bewusst in den frühen Morgenstunden stattfand, als keine Drohne in der Luft war, um die Aktion zu filmen. Zudem sei Tierärzten der Zugang zu dem geschwächten Wal verwehrt worden.
Nacht-und-Nebel-Aktion
„Mir ist das Motiv noch nicht bekannt, aber dass sie vermeiden wollten, dass Aufzeichnungen existieren, die juristisch gegen sie verwendet werden können, ist offensichtlich. Es war eine Nacht-und-Nebel-Aktion“, so Gunz. Er betonte, dass die Crew die Ärzte an Bord festgesetzt und einem Beteiligten das Handy aus der Hand geschlagen habe. Dies sei eine „tierquälerische Aktion“ gewesen.
Strafanzeige gestellt
Laut Gunz wurde inzwischen Strafanzeige gestellt. Er fordert, dass der Kapitän zur Verantwortung gezogen wird: „Es gibt Dinge, die muss man verfolgen, damit dem Tun Einhalt geboten wird. Der Kapitän muss die Verantwortung für das übernehmen, was er unterlassen und nicht gut gemacht hat.“ Unklar bleibt, ob sich die Vorwürfe auf den Kapitän der „Robin Hood“ oder der „Fortuna B“ beziehen, da Gunz keinen konkreten Namen nannte.



