Vom Erzgebirge zur polnischen Ostsee: Frau startet Roadtrip im umgebauten E-Smart-Wohnmobil
Eine ungewöhnliche Reise steht bevor: Diana Lichtenthal aus dem Erzgebirge verwandelt ihren elektrischen Smart in einen vollwertigen Mini-Camper und plant damit einen zweiwöchigen Roadtrip zur polnischen Ostsee. Die 40-jährige Sächsin beweist, dass auch mit einem kleinen Elektrofahrzeug große Abenteuer möglich sind.
Vom Cityflitzer zum individuellen Reisemobil
Nachdem ihr vorheriger, 27 Jahre alter Smart-Camper einen Motorschaden erlitt, blieb Diana Lichtenthal ihrer Lieblingsmarke treu und wechselte zu einem elektrischen Modell. Sofort machte sie sich daran, das Fahrzeug nicht nur optisch aufzuwerten, sondern auch praktisch umzurüsten. Mit einer speziellen Folie, die die Pokémon-Figur „Folipurba“ zeigt, verleiht sie ihrem Smart ein einzigartiges Aussehen. Doch der Umbau geht weit über die Optik hinaus.
Komplette Ausstattung für den Mini-Camper
Gemeinsam mit einem Freund hat Diana Lichtenthal ihren E-Smart zu einem voll funktionsfähigen Wohnmobil umgebaut. An Bord befinden sich bereits eine 60 Zentimeter breite Kaltschaummatratze, die zu einer Liegefläche erweitert werden kann, sowie erste Utensilien für die Reise. Noch fehlen jedoch einige wichtige Elemente: maßgefertigte Kisten für Koch- und Badeutensilien, ein Gaskocher und eine faltbare Trockentoilette. „Ich habe ein praktisches Pop-up-Zelt, in dem ich ungestört duschen und die Toilette nutzen kann“, erklärt die Abenteurerin.
Herausfordernde Reiseplanung mit Elektroauto
Die geplante Route führt über 580 Kilometer malerische Landstraßen vom Erzgebirge zur polnischen Ostsee – eine besondere Herausforderung für den E-Smart, der pro Ladung maximal 120 Kilometer schafft. Diana Lichtenthal plant ihre Reise deshalb sorgfältig: Sie wird direkt nach ihrer Nachtschicht starten, um den Sonnenaufgang an der Ostsee zu erleben, und während der Ladezeiten von zwei bis zweieinhalb Stunden kurze Pausen einlegen. Zum Aufladen plant sie Übernachtungen auf Campingplätzen, wo sie bei Bedarf auch die Standheizung nutzen kann.
Polen-Entdeckungstour mit 200 Sehenswürdigkeiten
Für Diana Lichtenthal wird diese Reise eine Premiere: Sie hat Polen noch nie besucht und freut sich auf die Entdeckung des Landes. Beeindruckende 200 Sehenswürdigkeiten hat sie bereits auf ihre Wunschliste gesetzt. Jeden Tag wird sie nur so weit fahren, wie die Batteriekapazität es erlaubt, und dabei flexibel auf Lademöglichkeiten reagieren. „Falls es nötig wird, nutze ich einfach ein Kabel, um meinen Smart an einer normalen Steckdose aufzuladen“, sagt sie optimistisch. Die Rückreise soll dann durch die Uckermark führen.
Inspiration für eine wachsende Community
Diana Lichtenthal teilt ihre Erfahrungen mit dem Umbau und der bevorstehenden Reise auf Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram und TikTok. Als Mutter eines 16-Jährigen zeigt sie ihrer stetig wachsenden Community, dass auch mit begrenzten Ressourcen und einem kleinen Fahrzeug große Reiseträume verwirklicht werden können. Ihr Projekt beweist, dass Kreativität und Entschlossenheit neue Wege im nachhaltigen Reisen eröffnen.



